In Trier mussten die Brose Baskets noch in die Verlängerung, um den 75:70-Sieg unter Dach und Fach zu bringen, doch in der heimischen Frankenhölle fertigte der zweimalige Double-Gewinner am Mittwochabend erwartungsgemäß den Tabellen-14. deutlich mit 78:36 (35:22) ab. Damit trat das Team aus der ältesten Stadt Deutschlands zum 13. Mal in Folge die weite Heimreise aus Bamberg als Verlierer an. Mit diesem 15. Erfolg in Serie in der Bundesliga steuert das Team von Trainer Chris Fleming weiter souverän der Hauptrunden-Meisterschaft entgegen.
In der ersten 20 Minuten lieferten die Brose Baskets alles andere als ein Offensiv-Feuerwerk ab. Vergebene Korbleger und lediglich zwei Treffer bei zehn Versuchen waren dafür verantwortlich, dass die Bamberger gegen eine schwache Trierer Mannschaft zur Pause "nur" mit 35:22 führten. Nach sieben Minuten schlug Anton Gavel wütend auf die Schaumstoff-Polsterung der Korbanlage, weil der Ball einfach nicht in den Korb fallen wollte. Lediglich ein Punkt betrug der Vorsprung (10:9), obwohl die Bamberger den Gästen schon im ersten Viertel fünfmal den Ball geklaut hatten. Dann sorgte aber Peja Suput dafür, dass die Moselstädter schnell merkten, wer der Herr in der Frankenhölle ist. Fünf Punkte und zwei Ballgewinne steuerte der Routinier bei - und der erneut starke P.J. Tucker donnerte die Bälle nach gelungenen Anspielen per Dunking in den Korb.
Bambergs Topwerfer sorgte dann gleich zu Beginn des zweiten Viertels erstmals für eine zweistellige Führung (21:11), die bis kurz vor der Pause auf 34:17 anwuchs. Sie hätte aber leicht höher ausfallen können, hätten die Gastgeber gegen harmlose Trierer (22 Punkte in der ersten Halbzeit) teilweise nicht das Zaubern übertrieben.
Basierend auf einer starken Verteidigung zogen die Hausherren nach der Pause schnell davon. Während die Gäste über drei Minuten ohne Korberfolg blieben, punkteten Brian Roberts und Tucker konstant. Mit seinem 20. Punkt sorgte der 26-jährige Amerikaner für eine 20-Punkte-Führung. Ein Schnellangriff nach dem anderen rollte jetzt Richtung TBB-Korb, wobei Marcus Slaughter sicher vollstreckte. Nach 28 Minuten war der Vorsprung auf 30 Zähler angewachsen. Youngster Daniel Schmidt war es dann vorbehalten, das mit 25:4 gewonnene Viertel zum 60:26 abzuschließen. Bamberg hatte sich warm geschossen (Trefferquote 53 Prozent), während die überforderten Gäste nur auf eine Quote von 28 Prozent kamen.
Im Schlussviertel durften dann auch die Talente ran und mischten wie schon zuletzt gegen Gießen munter mit. Karsten Tadda sorgte für den 40-Punkte-Vorsprung - und die Trierer hatten es nur der mäßigen Dreier-Quote der Hausherren zu verdanken, dass ihnen eine noch höhere Pleite erspart blieb.

Basketball-Statistik


Brose Baskets Bamberg - TBB Trier 78:36
(19:11, 16:11, 25:4, 18:10)
Bamberg Tucker (22 Punkte), Slaughter (11), Roberts (10/1 Dreier), Suput (9/1), Neumann (7), Tadda (4), Pleiß (4), Jacobsen (3/1), Stuckey (3/1), Gavel (3), Schmidt (2)
Trier Linhart (9), Joyce (9), Dojcin (6), Zirbes (6), Saibou (2), Bynum (2), Washington (2), Zwiener, Picard, Faßler, Seifert
SR Kindervater, Madinger, Panther
Zuschauer 6800 (ausverk.)
Gesamtwurfquote Bamberg 50 Prozent (30 Treffer/60 Versuche), Trier 26 (14/53)
Dreierquote Bamberg 21 Prozent (4/19), Trier 0 (0/8)
Freiwurfquote Bamberg 74 Prozent (14/19), Trier 62 (8/13)
Rebounds Bamberg 44 (32 defensiv/12 offensiv), Trier 28 (20/8)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 11/16, Trier 4/20
Assists Bamberg 17 / Trier 5
Fouls Bamberg 16 / Trier 19