Die Brose Baskets bleiben das heißeste Team in der Basketball-Bundesliga. Auch nach der zweiwöchigen Pause wegen des Allstar-Spiels setzte der Tabellenführer seinen Siegeszug fort und feierte am Samstagabend beim 88:79 (41:34) in Braunschweig bereits den zehnten Erfolg in Serie. Sechs Spieler, die zweistellig punkteten, zeugen von der großen Variabilität im Angriffsspiel des Meisters.
Besonders aus der Distanz hatten die Bamberger ihr Visier vor der Saison-Rekordkulisse von 4715 Zuschauern in der Volkswagenhalle besonders gut eingestellt. Als Brian Roberts die zweite Halbzeit mit seinen Dreiern drei und vier eröffnete, lag die Drei-Punkte-Quote der Gäste bei traumhaften 80 Prozent (8 von 10). Am Ende der Partie betrug sich immer noch starke 56 Prozent (10 von 18). "Nach den zwei Wochen Pause können wir ganz zufrieden sein mit dem Auswärtssieg. Wir haben offensiv gut gearbeitet und gute Würfe bekommen", freute sich Trainer Chris Fleming, gab aber auch zu bedenken: "Defensiv sind wir jedoch nicht überzeugend genug gewesen." Denn in allen vier Vierteln ließen es die Bamberger zu, dass sich der Tabellenfünfte nach deutlichem Rückstand wieder ins Spiel zurückkämpfen konnte. Fünf Minuten vor der Schluss-Sirene lagen die Phantoms nur noch mit drei Punkten hinten (66:69). Doch dann hatten die ersatzgeschwächten Gastgeber, die mit den verletzten LaMarr Greer, Rich Melzer und Stephen Dennis auf drei Leistungsträger verzichten mussten, ihr Pulver endgültig verschossen. Während die Braunschweiger nun immer wieder den Ball verloren, spielte der Double-Gewinner seine ganze Klasse aus und schloss die Angriffe erfolgreich ab.

Suput muss vorzeitig vom Feld


In der zweiten Halbzeit mussten die Bamberger auf Predrag Suput verzichten. Der Serbe, der gerade erst seine Bänderdehnung im rechten Sprunggelenk auskuriert hatte, musste die Partie nach einem Schlag aufs Knie in der 25. Minute vorzeitig beenden. Bis dahin hatte Suput bereits zehn Punkte auf seinem Konto. "Es ist nichts Ernstes. Ich erwarte ihn morgen zum Training", gab Fleming am Sonntag Entwarnung. Julius Jenkins saß in Braunschweig gar 40 Minuten auf der Bank. Der Amerikaner war am Donnerstag im Training umgeknickt und wurde geschont. Beide Spieler werden dringend benötigt, denn in der kommenden Woche stehen drei schwere Spiele zuhause gegen Bonn (5. Februar), im Pokal gegen Quakenbrück (8. Februar in Bayreuth) und beim Tabellenzweiten in Ulm (11. Februar) auf dem Programm. "Wenn ich sehe, was auf uns zukommt, müssen wir in der Verteidigung zulegen", meinte Manager Wolfgang Heyder.

Die Statistik


Phantoms Braunschweig - Brose Baskets 79:88
(19:23, 15:18, 20:24, 25:23)
Braunschweig Umeh (18 Punkte/2 Dreier), Mittmann (16/4), Jorovic (14/2), McElroy (9), Visser (8), Theis (7), Schröder (4), Kulawick (3/1), Schneiders, Gertz
Bamberg Gavel (17/2), Pleiß (17), Tucker (16/1), Jacobsen (14/1), Roberts (13/4), Suput (10/1), Tadda (1), Slaughter, Neumann
SR Weichert (Olching), Rodriguez (Halle), Hegemann (Monzelfeld)
Zuschauer 4715
Gesamtwurfquote Braunschweig 51 Prozent (29 Treffer/57 Versuche), Bamberg 55 (28/51)
Dreierquote Braunschweig 41 Prozent (9/22), Bamberg 56 (10/18)
Freiwurfquote Braunschweig 67 Prozent (12/18), Bamberg 82 (22/27)
Rebounds Braunschweig 26 (16 defensiv/10 offensiv), Bamberg 27 (19/8)
Ballgewinne/-verluste Braunschweig 6/14, Bamberg 6/16
Assists Braunschweig 12 / Bamberg 15
Fouls Braunschweig 23 / Bamberg 17


Würzburg verpflichtet Bucknor


Die s.Oliver Baskets Würzburg haben Flügelspieler Jermaine Bucknor verpflichtet. Der ehemalige kanadische Nationalspieler verstärkt den Aufsteiger für den Rest der laufenden Saison in der Basketball-Bundesliga (BBL). "Er ist ein physischer Spieler, ist schnell und trifft zuverlässig von außen. Überall wo er gespielt hat, hat er seinem Team viel Energie gebracht", lobte Trainer John Patrick den Neuzugang. Bucknor hatte bereits in der vergangenen Spielzeit in Frankfurt ein kurzes Gastspiel in der BBL gegeben. Beim 63:53-Sieg der Würzburger am Samstag in Göttingen stand der Neuzugang sieben Minuten auf dem Feld und erzielte zwei Punkte. Beste Werfer waren Ivan Elliot (25) und Chester Frazier (16).

Bayreuth in Ulm chancenlos


Eine klare 52:74-Niederlage kassierte der BBC Bayruth beim Tabellenzweiten ratiopharm Ulm. "Entscheidend war, dass Ulm 24 Punkte mehr in der Zone erzielt hat als wir", sagte BBC-Trainer Marco van Berg, der den verletzten Center Brandon Hunter schmerzlich vermisste. Danny Gibson (14) und Maksym Shtein (10) trafen für die Oberfranken zweistellig, beste Ulmer Werfer waren Center John Bryant (18), Dane Watts (14), Per Günther und Roderick Trice (je 10).

Wood Matchwinner für Alba


DaShaun Wood war beim knappen 92:91-Sieg von Alba Berlin bei den Telekom Baskets Bonn der Matchwinner. 1,7 Sekunden vor der Schluss-Sirene sorgte der Berliner Aufbauspieler, der wie Kyle Weaver 19 Punkte erzielte, mit einem Korbleger für die Entscheidung. ps