Die Brose Baskets stehen beim Sharp-Cup des Nürnberger BC vor dem Turniersieg. Am Samstagabend gewann der deutsche Meister und Pokalsieger auch sein zweites Turnierspiel klar. Einen Tag nach dem 118:88 gegen BJ Pardubice fertigten die Bamberger auch das Team des gastgebenden Zweitligisten klar mit 112:70 ab. In ihrem letzten Spiel treffen die Brose Baskets am Sonntag (15.30 Uhr, Halle am Berliner Platz) auf Spirou Basket Charleroi. Der belgische Vizemeister und Eurocup-Teilnehmer verlor seine erste Partie gegen den Nürnberger BC überraschend mit 82:92, gewann aber tags darauf gegen BJ Pardubice knapp mit 76:74.

Beste Werfer im fränkischen Derby waren bei den Bambergern, die auf einen Einsatz von Neuzugang Bostjan Nachbar verzichteten und den Slowenen schonten, Kapitän Casey Jacobsen (22/5 Dreier), Philipp Neumann (20), Daniel Schmidt (17/3), Johannes Richter (16/2), John Goldsberry (9/1) und Teddy Gipson (9/1).

Im Rebound klar überlegen


Nürnberg erwischte den besseren Start und ging durch zwei Dreier von Cornelius Adler und Tyrone Brazleton mit 6:0 in Führung. Die Bamberger antworteten aber mit acht Punkten in Folge, zu denen Youngster Schmidt, der in der ersten Fünf stand, vier Zähler beisteuerte. Anschließend gab der Favorit den Ton an. Die Brose Baskets beherrschten das defensive Brett. Im ersten Viertel schnappten sie sich 15 Abpraller und gestatteten dem NBC keinen einzigen Offensivrebound. Vorne nutzen sie ihre Chancen und lagen nach dem ersten Abschnitt klar mit 26:12 in Führung. Bis auf A.J. Ogilvy trugen sich alle anderen acht eingesetzten Spieler - darunter auch Trainingsgast Beckham Wyrick - in die Korbschützenliste ein.

Im zweiten Durchgang kamen die Gastgeber besser ins Spiel und durch sechs Punkte in Folge durch Will Chavis heran. Die Nürnberger verkürzten ihren Rückstand immer weiter. Doch immer, wenn es für den Meister brenzlig zu werden schien, streuten Jacobsen und Schmidt einen Dreier ein. Auch Neumann konnte sich einige Male in Szene setzen, so dass die Gäste mit einer Zehn-Punkte-Führung in die Pause (50:40) gingen.

Johannes Richter nutzt seine Einsatzzeit


Diesen Vorsprung bauten die Bamberger in der zweiten Halbzeit gegen nun stark nachlassende Nürnberger immer weiter aus. Jacobsen traf weiterhin sehr sicher aus der Distanz, Nachwuchstalent Richter nutzte die reichliche Einsatzzeit, und der lange verletzte Regisseur John Goldsberry zeigte, dass er auf gutem Weg ist, die alte Form schnell wieder zu erreichen. Neumann machte fünf Minuten vor Spielende den "Hunderter" zum 65:100 voll, am Ende stand ein deutlicher 112:70-Sieg zu Buche.

Bemerkenswert war die hervorragende Dreierquote des dreifachen Doublegewinners. 14 Distanzwürfe bei 24 Versuchen fanden den Weg in den Korb (Trefferquote 58 Prozent). Auch die 42 Rebounds (34 defensiv/8 offensiv) sowie 19 Assists zeugen von der guten Leistung der Brose Baskets.



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