So erleichtert war Klaus Allofs selten zu sehen seit seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg im vergangenen Herbst. Nach dem hart erkämpften 2:1 (0:0) bei Kickers Offenbach klatschte der neue Sportchef wirklich jeden ab, den er vor die Finger bekam - vom Ersatzstürmer Patrick Helmes bis zum Kameramann des vereinseigenen «Wölfe TV». Der VfL steht im Halbfinale des DFB-Pokals und hat auf einmal die Chance, dass eine chaotische Saison mit drei verschiedenen Trainern, einem unzähligen Hin und Her von Spielern und dem Absturz auf Platz 15 der Fußball-Bundesliga doch noch dort endet, wo dieser hochgerüstete Verein immer hinwollte: im Europapokal.

«Jetzt wollen wir den Pott natürlich auch holen», sagte Trainer Dieter Hecking. «Wir sind im Halbfinale und wollen nach Berlin. Und wenn man es nach Berlin schafft, fährt man dort auch nicht hin, um sich die Stadt anzuschauen und hinterher dem Gegner zu gratulieren.