Vor einem Jahr, nach den Krawallen von Dortmund, hatte das Bundesgericht den Pokal-Ausschluss in zweiter Instanz noch in ein Geisterspiel in der 2. Liga und in eine Geldstrafe von 100 000 Euro abgemildert. «Dieses Urteil war damals mit einer dringenden Warnung an den Verein verbunden. Doch diese Warnung hat nicht gefruchtet», ergänzte Eilers. Diesmal hätten alle Bilder und Zeugenaussagen «noch einmal deutlich gemacht, was schon das DFB-Sportgericht im Dezember festgestellt hat: Es gab Stürmungen des Spielfelds, es gab auch vielfältigen pyrotechnischen Einsatz».

Dynamo-Geschäftsführer Christian Müller meinte in einer ersten Reaktion: «Wir sind über das Urteil enttäuscht. Aber streng genommen sind wir nicht wirklich überrascht.» Sein Verein kann nun noch vor das Ständige Schiedsgericht ziehen, das für Streitigkeiten zwischen Vereinen und Verbänden zuständig ist. Und alles deutet darauf hin, dass er das auch tut. «Ich will den Gremien ja nicht vorgreifen, aber ich sage: Auf ein Neues, meine Herren. Wir sehen uns in dieser Sache noch einmal», rief Müller zum Abschied den Journalisten zu.