Die Trennung von Sami Hyypiä nach nur neun Monaten als alleiniger Cheftrainer hat Bayer Leverkusens Sehnsucht nach mehr Kontinuität genährt. Nicht zuletzt deshalb hält Sportchef Rudi Völler rein gar nichts von einem Schnellschuss, sieht keinen Anlass zur Eile.

«Wir werden jetzt in aller Ruhe schauen. Wir brauchen ihn erst zur neuen Saison. Und wir wollen versuchen, im Trainerbereich Kontinuität reinzubekommen», sagte der 53-Jährige in der TV-Fußball-Talksendung «Doppelpass» von Sport1. «Wir wollen einen Trainer verpflichten, der langfristig bei uns arbeitet.»

Kandidaten für die Nachfolge des beurlaubten Finnen nannte Völler nicht, bereits in den Medien kursierende Namen mochte er nicht kommentieren. «Das sind doch immer dieselben. Die wurden schon Weihnachten bei Schalke gehandelt.» Als aussichtsreiche Bayer-Aspiranten gelten zurzeit Thomas Schaaf (vereinslos), Armin Veh (beendet sein Engagement in Frankfurt am Saisonende) und Markus Weinzierl. Der 39 Jahre alte Augsburger Trainer betonte, er habe keine Gespräche mit Bayer geführt. Und FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter verwies auf den langfristigen Vertrag von Weinzierl bis 2017.