Das ist die Folge einer kuriosen Vorgeschichte mit einer ganz speziellen Klausel. Die vom damaligen Geschäftsführer Felix Magath verkündete Vertragsverlängerung mit Benaglio war ungültig; der begehrte Torwart hätte den Fußball-Bundesligisten im Sommer ablösefrei verlassen können. «Ja es stimmt, der Vertrag ist aus verschiedenen Gründen nicht von zwei Geschäftsführern unterschrieben», hatte Magath-Nachfolger Allofs gesagt und damit einen Bericht der «Sportbild» bestätigt: «Damit ist es rein rechtlich kein gültiger Vertrag.»

Nach Angaben des Magazins enthielt der Vertrag eine sogenannte Magath-Klausel: Danach hätte der Schweizer Nationalspieler für eine Ablöse von sechs Millionen Euro den VfL verlassen dürfen, falls Magath nicht mehr Trainer des Vereins ist. Daher habe Wolfgang Hotze, Sprecher der Geschäftsführung, sich geweigert zuzustimmen und den Vertrag nicht unterschrieben. Unklar bleibt, warum der Aufsichtsrat des VfL, der mehrheitlich aus Volkswagen-Managern besteht, damals nicht eingriff.