Der BFC-Fußballer Lutz Eigendorf, der vor 30 Jahren auf mysteriöse Weise ums Leben kam, ist nur einer von etwa 600 Spitzensportlern, die es auf manchmal gefahrvollen Wegen in den Westen zog. Im Osten Deutschlands wurden sie einst als Idole verehrt, nach ihrer Flucht jedoch als Vaterlandsverräter beschimpft.

Einige Prominente im Überblick:

JÖRG BERGER: 1979 nutzt der Fußballtrainer eine Jugoslawien-Reise zur Flucht in den Westen. Dort muss er zunächst von Sozialhilfe leben, da der Deutsche Fußball-Bund seine DDR-Trainerlizenz nicht anerkennt. Später beißt er sich durch und betreut mit Erfolg die Bundesligisten Eintracht Frankfurt, 1. FC Köln und Schalke 04. Ein Jahr vor seinem Krebstod 2010 veröffentlicht Berger seine Autobiografie mit dem Titel «Meine zwei Halbzeiten. Ein Leben in Ost und West».