Ein Feuerwerk sollte es werden, heraus kam eher ein unerwarteter Langweiler. Und Nadine Angerer hatte es irgendwie schon vorher geahnt.

«Wenn wir gegen Kroatien nur 4:0 gewinnen, dann ist das wie eine gefühlte Niederlage», hatte Europas Fußballerin des Jahres bereits vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen den Weltranglisten-63. erklärt. Und so kam es dann auch: Trotz der ausgebauten Spitzenposition in der Gruppe 1 mit neun Punkten und 26:0 Toren nach drei Spielen waren die DFB-Frauen nach dem 4:0 (0:0) gegen Kroatien nicht in Feierlaune. «Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht», analysierte Bundestrainerin Silvia Neid.

Celia Sasic konnte noch lächeln. Der Führungstreffer der seit Sommer mit dem Kroaten Marko Sasic verheirateten Stürmerin (52.) fiel zwar spät, wirkte aber auch befreiend. Die nächsten DFB-Tore besorgte die Kroatin Helenna Moulton mit einem kuriosen Eigentor-Doppelpack (56./62.), ehe Luisa Wensing (80.) den Endstand herstellte. «Wenn Celia nicht getroffen hätte, stände es vielleicht immer noch 0:0», meinte Neid im Scherz.