Auch Neid strahlte immer wieder in die Kameras. «Das Turnier hat mich noch um zehn Jahre jünger gemacht», hatte die 49-Jährige schon vorher gesagt. Angesichts der Fülle von Talenten schaut sie voller Optimismus nach vorne. «Die hier fehlenden Spielerinnen kommen hoffentlich gesund und gestärkt zurück. Das ist für uns Trainerinen doch super, weil wir noch mehr Alternativen haben», so Neid: «Um die Zukunft müssen wir uns keine Sorgen machen.»

Der Party-Marathon hatte für den achtmaligen Europameister direkt nach dem 1:0-Endspielsieg gegen Norwegen im schwedischen Solna begonnen. Mit rund 150 Gästen im Radisson Blu Royal Park Hotel ging es dann weiter. DFB-Chef Wolfgang Niersbach heizte mit einer launigen Ansprache die Feier an. «An Tagen wie diesen», sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, «kann man keinen größeren Fehler machen, als eine lange Rede zu halten.»