Peter Neururers überraschende Rückkehr auf die Bank macht einer ganzen Trainerspezies Hoffnung. Nachdem der VfL Bochum den 57-Jährigen aus seinem unfreiwilligen Rentnerdasein erlöste, glauben auch die Funkels und Augenthalers der Branche wieder etwas mehr an ein Comeback als Chefcoach im Profifußball. «Die Freizeit, das war Stress!», sagte der so oft für Notfallsituationen gebuchte Neururer stellvertretend für seine Kollegen im Wartestand. Männer der sogenannten alten Schule wie Klaus Toppmöller, Jürgen Röber oder Thomas Doll, die irgendwann keinen Job mehr bekamen.

So wie Friedhelm Funkel. Der Bundesliga-Rekordmann mit 1133 Einsätzen als Spieler und Trainer wehrt sich gegen das Vorurteil, er gehöre der Gattung «auslaufendes Modell» an. «Es gibt nicht alte und junge Trainer. Es gibt nur erfolgreiche oder erfolglose Trainer», sagte der 59-Jährige am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Funkel ist seit seiner Entlassung in Aachen seit ziemlich genau einem Jahr ohne Anstellung.