Auch Energie Cottbus und FSV Frankfurt teilten sich beim 1:1 (1:0) die Punkte. Am 28. Spieltag kehrte der Karlsruher SC mit dem neuem KSC-Coach Markus Kauczinski in die Siegspur zurück. Christian Timm (13.) und Klemen Lavric (84.) machten das 2:0 gegen Union Berlin perfekt und ließen die KSC-Verantwortlichen nach der Trennung von Jörn Andersen erst einmal durchatmen. Unterdessen musste Friedhelm Funkel seinen Trainerstuhl bei Alemannia Aachen räumen.

Drei Punkte konnte auch Schlusslicht Hansa Rostock mit dem 1:0 bei 1860 München verbuchen. Joker Freddy Borg ließ mit seinem Treffer (80.) die Gäste jubeln. «Wir waren einfach mal dran», sagte Hansa-Coach Wolfgang Wolf.

Bei Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Frankfurt wollte auch nach dem nächsten Schritt auf dem langen Weg zurück ins Oberhaus von Aufstiegseuphorie niemand etwas wissen. «Fußball ist Wochengeschäft. Was von außen jetzt auf uns zukommt, darf uns nicht interessieren», mahnte Coach Armin Veh nach dem 3:0 gegen den VfL Bochum.

Sechs Spieltage vor Saisonende sieht alles nach dem direkten Wiederaufstieg von Eintracht Frankfurt aus. Gegen Bochum machte die Eintracht am 28. Spieltag früh alles klar, nach einer guten halben Stunde war der Dreier dank der Tore von Mohamadou Idrissou (18. Minute), Alexander Meier (32.) und des Österreichers Erwin Hoffer (35.) unter Dach und Fach. Selbstzufriedenheit? Fehlanzeige! «Das war ein schlechtes Spiel von uns. Es gibt halt noch vieles zu verbessern», sagte Torschütze Meier.

Die Tabelle spricht eine andere Sprache. Mit ihrem Sieg verdrängte die Eintracht die SpVgg Greuther Fürth, die bei Erzgebirge Aue nicht über ein 1:1 hinauskam. «Wir können mit dem Punkt leben», konstatierte jedoch Trainer Mike Büskens. «Das Unentschieden wirft uns nicht um.» Und Fürths Kapitän Thomas Kleine stellte klar: «Wir werden uns von diesem Unentschieden nicht beirren lassen.» Zumal Verfolger SC Paderborn bei Eintracht Braunschweig nicht über 0:0 hinauskam.

Noch vor einer Woche hatte Aachens Sportdirektor Erik Meijer dem glücklosen Alemannia-Coach Funkel eine Job-Garantie gegeben. Doch nach der 0:1-Heimpleite gegen Dynamo Dresden, der fünften Niederlage in Serie, kam das Aus für den Trainer. «Wir mussten etwas unternehmen und alle Möglichkeiten ausschöpfen. Die Tendenz der letzten Spiele war einfach zu negativ», erklärte Meijer. Nun soll es Ex-Profi Ralf Aussem richten: «Alemannia muss in der 2. Liga bleiben. Dem ist jetzt alles unterzuordnen», bekräftigte der 51-Jährige.

In Ingolstadt brachte Bruno Soares die Gäste aus Duisburg (54.) in Front. Manuel Schäffler rettete den Oberbayern immerhin noch einen Punkt (83.). Auch Energie Cottbus und der FSV Frankfurt trennten sich nach den Toren von Dimitar Rangelow (19.) und Zafer Yelen (87./Foulelfmeter) mit 1:1.