Die Hamburger verpassten es ihrerseits, die seit sechs Spielen unbesiegte Fortuna von Rang drei zu verdrängen. Mit einer Niederlage wären die Kiez-Kicker wohl aus dem Aufstiegsrennen gewesen. 47 484 Zuschauer in der Esprit-Arena sahen eine über weite Strecken ausgeglichene Partie ohne große Höhepunkte vor den Toren. St. Paulis Abwehrspieler Carlos Zambrano erhielt in der 73. Minute die Gelb-Rote-Karte und spuckte beim Verlassen des Platzes seinen Gegenspieler Sascha Rösler an.

«Ich teile auch viel aus, aber Spucken gehört nicht auf den Fußballplatz, das kann er sich sparen», sagte Rösler und fügte hinzu: «Mit der Einstellung können wir schon zufrieden sein, mit dem Ergebnis sind wir nicht zufrieden.» St. Paulis Trainer André Schubert kritisierte Zambrano, hielt sich mit Schelte an seinem Profi insgesamt aber zurück. Schubert wusste nicht recht, ob er mit dem Remis zufrieden sein sollte. «Das ist nach so einem Spiel immer schwer zu sagen. Ich glaube, dass wir sehr viel vom Spiel hatten. Der Punkt ist letztendlich völlig verdient», sagte Schubert.

Die beiden ehemaligen Erstligisten lieferten sich von Beginn an eine verbissene und umkämpfte Partie, in der sich die Gastgeber leichte Feldvorteile erspielten. In der ohne den gesperrten Maximilian Beister angetretenen Fortuna-Elf fehlte auch Angriffskollege Ken Ilsö in der Startformation. Die beste Torgelegenheit für die Düsseldorfer vergab Oliver Fink mit einem Kopfball in der 29. Minute.

St. Paulis Abwehr stand gut und sicher, schwächte sich durch Zambranos Platzverweis dann aber selbst. In der Offensive vergaben Carsten Rothenbach (52.), Fabian Boll (59.) und Max Kruse (64.) gute Tormöglichkeiten für die Gäste, die besser in die zweite Hälfte starteten. Düsseldorfs Keeper Robert Almer war stets auf Posten.