Dass der «historische Ibra» («Gazzetta dello Sport») nach seinem «Tor des Jahrzehnts» («lemonde.fr») aber nicht mit dem FIFA-Preis für den schönsten Treffer 2012 geehrt werden dürfte, liegt an der jüngst abgelaufenen Kandidaten-Deadline. Wenige Stunden vor dem Spiel der Schweden im neuen Stockholmer Nationalstadion «Friends Arena» hatte der Weltverband die Liste mit den zehn Anwärtern auf den Puskás-Preis vorgestellt. «Ich habe gesehen, dass ich nicht dabei war, und das Problem musste ich lösen», witzelte Ibrahimovic nach seiner Gala.

«Wenn in Deutschland das Tor des Jahres gewählt wird, sollte dieses Tor unbedingt dabei sein», forderte Nürnberg-Trainer Dieter Hecking und fand: «Das war ein außergewöhnlicher Moment des Sports.» Die schwedisches Boulevardzeitung «Aftonbladet» sprach vom «Sieg des Künstlers über die Schwerkraft». Das «Svenska Dagbladet» fragte sich, ob Ibrahimovic von einem anderen Stern stammt. Er spiele auf einem Level, das kein Schwede erreicht habe, auch nicht die Legenden Gunnar Nordahl, Gunnar Gren, Niels Liedholm oder Thomas Brolin.