Außerdem wurde dem Club Shanghai Shenhua nachträglich der Titel aus dem Jahr 2003 aberkannt. Darüber hinaus muss der Vorzeigeclub, der bis vor kurzem Arbeitgeber des ivorischen Superstars Didier Drogba war, wegen einer Spielmanipulation in der Partie gegen Shanxi Guoli vor gut zehn Jahren mit sechs Minuspunkten in die kommende Saison gehen und eine Geldstrafe in Höhe von 160 000 Dollar zahlen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte, wurden elf weitere Vereine mit Punktabzügen wegen Erpressung und Spielabsprachen belegt.

Die Liga reagierte mit diesen drastischen Strafen auf die Ergebnisse einer dreijährigen Untersuchung des Wettskandals, der Chinas Topliga in den vergangenen Jahren erschüttert und zu einer Glaubwürdigkeitskrise geführt hat. Unter den lebenslang Gesperrten befinden sich die vier ehemaligen Nationalspieler Shen Si, Qi Hong, Jiang Jin and Li Ming. Sie sollen zusammen rund 1,3 Millionen Dollar erhalten haben, um ein Spiel ihres Vereins Shanghai Guoji zu manipulieren. Bereits im Vorjahr waren sie zu je sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden.