Das erste Bierchen und die ersten Gesänge gab es bereits in der Kabine. Und auch bei der anschließenden Happy Hour im Mannschaftshotel gewährte der ungewohnt generöse Trainer Jürgen Klopp seinen Profis den einen oder anderen Schlummertrunk.

Das 2:1 (1:1) im nervenaufreibenden Thriller von Marseille löste die Anspannung der vergangenen Tage. Im Mittelpunkt der Spontanparty stand Kevin Großkreutz. «Das ist ein geniales Gefühl», kommentierte der Dortmunder Multifunktionsspieler den Schuss ins Glück. Ähnlich euphorisch ließ Klopp die Schlüsselszene aus der 87. Minute Revue passieren: «Wir haben das Schicksal durch ein erwürgtes Tor erzwungen.»

Nach bedenklichem Chancenwucher seiner Mitstreiter nahm sich Großkreutz ein Herz und beförderte den Ball im Fallen von der Strafraumgrenze in das untere Tor-Eck - auf kuriose Art und Weise. «Eigentlich habe ich den Ball gar nicht richtig getroffen», gestand der gebürtige Dortmunder, der nach seinem Treffer den Zaun vor der schwarzgelben Fan-Tribüne erklomm und sich feiern ließ.