DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und DGB-Chef Michael Sommer wollen sich mit einer gemeinsamen Aktion für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen im Golfstaat Katar einsetzen.

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sagte im Interview der «Süddeutschen Zeitung», auf den WM-Baustellen werde weiterhin «gequält und gestorben». In Absprache mit Niersbach sollen daher nun der Fußball-Weltverband FIFA und über ihn das Emirat in die Pflicht genommen werden.

Demnach wollen Sommer und Niersbach die 24 Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees mobilisieren. Sommer werde dazu die Gewerkschaftschefs in jenen Ländern anschreiben, aus denen die 24 Fußball-Funktionäre stammen. Niersbach werde sich direkt an sie wenden. «In maximal sechs Wochen» wollen sie laut Sommer die Ergebnisse ihrer Aktion sichten. «Dann gehen wir auf die FIFA los», sagte der Gewerkschafter.