Sein Münchner Kollege Luiz Gustavo hat sich bei der «Mini-WM» einen Stammplatz in der Seleção erobert und soll am Sonntag die Kreise der spanischen Mittelfeld-Asse Xavi und Iniesta stören. «Schwer zu sagen, wie man das machen kann, aber ich werde mich gut vorbereiten und ich weiß, dass ich es schaffen kann», sagte er und verwies auf die Champions-League-Triumphe der Bayern gegen den FC Barcelona: «Ich hatte ja schon die Gelegenheit, gegen beide zu spielen. Ich weiß also, was ich machen muss.»

Das dominante Spiel der Spanier fürchtet er nicht: «Statistiken sind auch nur Nummern. Und in diesem Jahr haben wir Barcelona trotz weniger Ballbesitz besiegt.»

Für Brasilien wäre ein Turniersieg trotz aller Euphorie im Hinblick auf die WM im nächstes Jahr ein schlechtes Omen: Nach den Erfolgen 2005 in Deutschland und 2009 in Südafrika scheiterte die Mannschaft jeweils ein später bei der WM im Viertelfinale. «Wir wollen uns weiterentwickeln, egal, was die Geschichte sagt», erklärte Dante, der wohl wieder auf der Bank Platz nehmen muss. Der Wuschelkopf wird das Spiel trotzdem genießen können: Für Brasilien hat schon das WM-Feeling begonnen. «Ich glaube», sagte Neymar, «die ganze Welt wollte ein Finale wie dieses».