Glaubwürdigkeit im Anti-Doping-Kampf sieht anders aus. Die groß angekündigte Einführung von Bluttests im deutschen Fußball ist zum Alibi geschrumpft.

Bei der Kontrollpremiere in der Bundesliga werden bei nur 15 Prozent der 500 vertraglich vereinbarten Tests Blutproben genommen. Das bestätigte die Nationale Antidoping Agentur (NADA) der Nachrichtenagentur dpa.

«Natürlich kann man darüber diskutieren, ob die Zahl ausreichend ist. Den Betrag, der für die Tests zur Verfügung steht, bestimmt der DFB, wie dieser eingesetzt wird, ist Sache der NADA. Wir stehen als Partner jederzeit zur Verfügung», sagte NADA-Vorstand Lars Mortsiefer zum Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund.

Mortsiefer betonte zwar: «Es ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Es trägt zur Glaubwürdigkeit im Anti-Doping-Kampf des Fußballs bei.» Die Zahlen sprechen jedoch eine klare Sprache. Nur 75 Blutproben werden vorgenommen. Diese verteilen sich auf alle Teams aus Bundesliga, 2. Liga sowie die A-Nationalmannschaft und alle Juniorenteams des DFB.