Menschen, Tore, Sensationen. Die Fußballprofis von 1899 Hoffenheim glänzten mal wieder als die großen Unterhaltungskünstler der Bundesliga. «Ein Scheißspektakel», fluchte Angriffs-Ass Kevin Volland nach dem vogelwilden 4:4 (2:2) gegen Werder Bremen.

Der Spieler mit der Rückennummer 44 hatte in der 91. Minute den Ausgleich erzielt: Philipp Bargfrede feierte sein erstes Liga-Tor. Außerdem gab es mit drei Elfmetern in der ersten Halbzeit ein Novum. TSG-Trainer Markus Gisdol ist mit den Nerven langsam am Ende. «Wenn wir sieben schießen, kriegen wir wahrscheinlich auch sieben», meinte er fast schon fatalistisch.

In den 14 Begegnungen der TSG sind jetzt 66 Treffer gefallen. Die Kraichgauer haben so viele Tore geschossen wie der FC Bayern München, nämlich 32, aber mit 34 fast fünfmal so viele kassiert. Wenigstens war es diesmal kein Phantomtor, das die Hoffenheimer zur Verzweiflung brachte. Aber nach zuletzt drei Niederlagen in ihrer grauen Novemberbilanz verspielten die Kraichgauer zweimal einen Zwei-Tore-Vorsprung.