Erneut hat ein Hund im Landkreis Ansbach ein Reh gejagt und gehetzt. Diesmal konnte die Polizei den Hundehalter jedoch ausfindig machen.

Im Grenzbereich zwischen den Gemeinden Schopfloch und Dinkelsbühl (Landkreis Ansbach) kam es in den letzten Wochen zu mehreren Vorfällen, wie die Polizei Dinkelsbühl mitteilt. Nun ermitteln die Beamten wegen des Verdachts der Jagdwilderei und einem Verstoß nach dem Bayerischen Jagdgesetz.

Wildernder Hund erneut gesichtet: Hundehalter konnte gefunden werden

Schon kurz vor Weihnachten 2020 (20.12.2020) hatte im sogenannten Weidelbacher Gemüsholz ein Hund ein Reh gehetzt und tödlich verletzt beziehungsweise gebissen und angefressen. Immer wieder wurde im Schopfloch-Dinkelsbühler Grenzbereich von wildernden Hunden berichtet.

Am Samstag (23.01.2021) konnte schließlich kurz nach 11.00 Uhr laut Zeugenangaben derselbe Hund erneut dabei gesichtet werden, als er ein Reh jagte und hetzte. Diesmal glücklicherweise ohne, dass das Reh verletzt wurde.

Erste Recherchen hinsichtlich des Hundebesitzers führten zu einem 46-jährigen Mann aus einem Schopflocher Ortsteil, der seine Pflichten als Hundebesitzer nach Angaben der Polizei Dinkelsbühl nicht ordnungsgemäß wahrnahm. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Jagdwilderei durch Unterlassen und einer Ordnungswidrigkeit nach dem Bayerischen Jagdgesetz eingeleitet. Die Polizei Dinkelsbühl weist Hundehalter darauf hin, dass es untersagt ist, Hunde in einem Jagdrevier unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen. Bei Nichteinhaltung drohe ein Bußgeld.