Im beschaulichen Ansbach hat die Schuhproduktion der Zukunft bereits begonnen: Ein Roboterarm saust durch die Luft und klebt die drei typischen Adidas-Streifen auf die Textilhaut eines Schuhrohlings. In dem mittelfränkischen Städtchen, etwa 50 Kilometer vom Firmensitz in Herzogenaurach entfernt, hat Adidas eine Ideenschmiede errichtet.

Auf dem Gelände der Oechsler AG tüftelt der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt derzeit an Laufschuhen, die weitgehend automatisiert hergestellt werden. Ähnliches passiert zur Zeit auch bei den Konkurrenten aus Amerika. Das Kräftemessen, wer als erstes die Produktion so revolutioniert, dass er schneller beim Kunden sein kann, ist im vollen Gange.

"Als Sportunternehmen wissen wir: Schnelligkeit siegt", sagte Adidas-Chef Herbert Hainer am Dienstag nach einem Rundgang durch die Produktionshalle in Ansbach. Sein Pilot-Projekt hat er deshalb auch "Speedfactory" getauft.