An zehn Standorten im ländlichen Raum wird es vom kommenden Jahr an neue Studienangebote geben. Darunter sind auch solche Städte, an denen es bislang überhaupt kein Hochschulangebot gab. Beispielsweise wird in Abensberg, Cham und Tirschenreuth ein berufsbegleitender Bachelor-Studiengang "Soziale Arbeit" eingerichtet, unter Führung der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg. Andere Angebote gibt es etwa in Nördlingen, Memmingen, Rothenburg ob der Tauber, Mühldorf am Inn oder Hauzenberg.

Idee ist, dass an bestimmten Orten nicht gleich ganze Hochschulen eingerichtet werden müssen, sondern dass dort unter Federführung einer anderen Hochschule künftig bestimmte Studiengänge angeboten werden. Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) sagte nach der Kabinettssitzung am Dienstag, es sei manchmal sinnvoller, einen Professoren zu 30 Studenten zu bringen als umgekehrt.
Helfen sollen laut Ministerium auch "innovative und IT-gestützte Lernformate".

Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) betonte, damit könnten sich junge Menschen künftig in der Region weiterqualifizieren und stünden nachher in der Region "als Spezialisten zur Verfügung".