Abkochgebot für Stadt und Landkreis Ansbach bleibt bestehen - "zeitaufwendiges Beprobungsverfahren" ist schuld: Das Landratsamt Ansbach hat das Abkochgebot für Stadt und Landkreis verlängert. "Noch bis voraussichtlich Mitte nächster Woche, möglicherweise auch bis Ende Juli 2021" gilt laut Pressemitteilung die Anweisung. Nach den starken Unwettern in der Region waren zwei Brunnen der Reckenberg-Gruppe mit Bakterien verseucht. Wer das Wasser in diesem Fall trinkt, der muss mit gesundeitlichen Schäden rechnen.

Das "zeitaufwendige Beprobungsverfahren" ist laut Landratsamt der Grund, warum das Abkochgebot verlängert werden musste. "Dies liegt an dem aus Sicherheitsgründen festgelegten, relativ zeitaufwändigen Beprobungsverfahren, bevor das Trinkwasser aus den Leitungen wieder unbedenklich unbehandelt als Getränk und für den Verzehr von Speisen freigegeben werden kann", heißt es in der Mitteilung. In den vergangenen Tagen wurde das Versorgungssystem gechlort und anschließend Proben gezogen wurden.

Kreis Ansbach: Trinkwasser abkochen - unter dieser Bedingung endet das Abkochgebot

"Dabei wurden keine E.coli-Keime (...) mehr festgestellt" teilt das Landratsamt mit. Jetzt sollen im nächsten Schritt auch die Ortsnetze und die Leitungen zu den Häusern untersucht werden. "Erst wenn sich in diesen Abschnitten an der gleichen Stelle an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen auch keine bakteriellen Verunreinigungen mehr finden, kann das Abkochgebot aufgehoben werden", heißt es abschließend in der Pressemitteilung des Landratsamtes.

Bei starke Unwetter am Freitag (09.07.2021) wurden große Teile Mittelfrankens überflutet, auch in Ansbach war das Ausmaß enorm. Dabei wurden Trinkwasserleitungen mit verschmutztem Wasser verunreinigt.

Vorschaubild: © Foto: Patrick Pleul/zb/dpa