Dass Mann und Frau nicht immer auf einer Wellenlänge liegen ist hinlänglich bekannt. Eine weitere Episode des menschlichen Zusammenlebens trug sich in der Nacht zum 02. Oktober 2020 nahe der Rastanlage Ohrenbach-West an der Autobahn 7 zu.

Ein 35-jähriger Familienvater befand sich mit seiner Frau und dem 16-jährigen Sohn auf der Heimfahrt von einer Geschäftsreise. Gegen 02.00 Uhr geriet das Ehepaar aus unbekannten Gründen verbal in Streit.

Durchfrorene Nacht am Standstreifen der A7 - mit kurzen Hosen und Schlappen

Der 35-Jährige entschied sich daher, seine 32-jährige Gattin und den Junior im Umfeld der Rastanlage kurzerhand auf die Straße zusetzen und fuhr davon. Nach mehreren Stunden durchfrorener Nacht am Standstreifen der Autobahn erreichten Mutter und Sohn in Schlappen und kurzen Hosen eine Notrufsäule und verständigten gegen 07.00 Uhr die Polizei.

Mit dem Streifenwagen ging es umgehend zum Aufwärmen in die Polizeiinspektion. Wie sich herausstellte, war der 35-Jährige nach dem Vorfall direkt zu seinem 40 Kilometer entfernten Wohnort gefahren und  kümmerte sich nicht weiter um das Wohlergehen seiner Familie.

Erst nach hartnäckigem und gebetsmühlenartigem Zureden mehrerer Beamter konnte er schließlich dazu bewegt werden zur Polizei nach Rothenburg zu fahren. Dort angekommen, die nächste Überraschung: „Den Sohn nehm´ ich mit, meine Frau könnt´ ihr behalten“, war der Tenor seiner wortreichen Ausführungen.

Mann wollte Frau nicht mit mehr mit nach Hause nehmen

Letztlich fruchteten die Bemühungen der Beamten doch noch und die Familie begab sich gemeinsam nach Hause. Über die weitere Gesprächsführung im Auto ist behördlicherseits allerdings nichts bekannt.