Jugendliche haben in einem Einkaufszentrum mit Softair-Pistolen aufeinander geschossen: Ein Zeuge alarmierte daraufhin die Polizei.

Gegen die drei beteiligten Minderjährigen (13, 14 und 16 Jahre alt) wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt. Zudem wurden die Softair-Pistolen gerichtlich eingezogen, wie die Polizei Rothenburg ob der Tauber mitteilt.

Polizeieinsatz im Einkaufszentrum: Jugendliche schießen mit Softair Waffen aufeinander

Am Dienstagnachmittag teilte ein Bürger aufgeregt der Polizei mit, dass ein Jugendlicher in Rothenburg ob der Tauber (Landkreis Ansbach) mit einer Schusswaffe von der Tiefgarage in der Oberen Bahnhofsstraße in Richtung Einkaufscenter unterwegs sei und einen anderen Jugendlichen verfolgen würde. Laut dem Zeugen sah die Pistole sehr echt aus.

Mehrere Streifenfahrzeuge fuhren beschleunigt zum Einsatzort. Ersten Zeugenbefragungen zufolge hatte ein Junge mit seiner Pistole einen anderen Jugendlichen beschossen und dabei am Arm verletzt haben. Der Schütze konnte nicht mehr angetroffen werden. Nachdem ein Name und eine Beschreibung des „Täters“ bekannt war, konnte dieser nach kurzer Fahndung am alten Stadtgraben festgenommen und durchsucht werden. Es stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige erst 13 Jahre alt ist. Die „Tatwaffe“ stellten die Beamten sicher. Weitere Befragungen ergaben, dass der 13-Jähre sich mit zwei anderen Jugendlichen in der Tiefgarage am Einkaufscenter getroffen hatte und sie sich, wohl aus Langeweile und Übermut, gegenseitig mit einer Softair-Pistole beschossen. Zumindest zwei der Jugendlichen wurden dabei an den Armen leicht verletzt.

Die Softair Waffe ist der Pistole Walther P99 nachempfunden. Aufgrund der Verwechslungsgefahr gelten diese Gegenstände als Anscheinswaffen. Das Waffengesetz verbietet deshalb ein Führen in der Öffentlichkeit.