Ein schrecklicher Anblick bot sich einer Frau am Donnerstag (29. September 2022) im Bereich des Dinkelsbühler Ortsteils Tiefweg (Landkreis Ansbach). Bei einem Spaziergang am frühen Morgen fand sie ein angefressenes Reh in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung. Der sofort alarmierte Jagdpächter nahm den toten Rehbock in Augenschein, berichtet die Polizeiinspektion Dinkelsbühl.

Zusammen mit der Polizei wurde schließlich festgestellt, dass höchstwahrscheinlich wildernde Hunde das Tier gehetzt und am Hals niedergebissen hatten, um es anschließend zu töten. Bissspuren waren eindeutig erkennbar.

Frau findet angefressenes Reh im Kreis Ansbach - Polizei ermahnt Hundebesitzer

Weiter weideten der oder die Hunde den Rehbock aus. Die Zeugin hatte den Abend vorher lautes Hundegebell aus dem Wald vernommen. Von Anwohnern und auch den Jägern wird berichtet, dass es mittlerweile oftmals der Fall ist, streunende und nicht angeleinte Hunde in diesem Bereich (Sinbronn, Neustädtlein) zu beobachten.

Aufgrund solcher Berichte mahnt die Polizei Dinkelsbühl Hundebesitzer an, bei Spaziergängen ihre Hunde an die Leine zu nehmen. Denn bereits ohne nennenswerten Vorfall ist laut Bayerischem Jagdgesetz unter Geldstrafe gestellt, wenn ein Hundehalter seinen Vierbeiner unbeaufsichtigt frei in einem Jagdrevier laufen lässt. Dies werden die Beamten die nächsten Wochen verstärkt kontrollieren.

Zu dem Vorfall mit dem getöteten Rehbock ermittelt der Ermittlungsdienst der Polizeiinspektion Dinkelsbühl wegen Jagdwilderei gegen unbekannte Täter, in diesem Fall den oder die Verantwortlichen des Hundes. Wer Beobachtungen zu streunenden Hunden und deren Besitzern gemacht hat wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 09851 5719-0 zu melden.