In einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Wassertrüdingen (Landkreis Ansbach) hat es am Samstagmorgen gebrannt, wie die Polizei berichtet. Zwölf Menschen erlitten Rauchgasvergiftungen. Ein 18-Jähriger Bewohner wurde vorläufig festgenommen.

Die sofort nach Entdeckung des Brandes gegen 05.10 Uhr verständigte Feuerwehr Wassertrüdingen konnte die Flammen in der Dinkelsbühler Straße rasch ablöschen. Für die Dauer der Löscharbeiten mussten die Bewohner ihre Unterkunft verlassen. Gut zwei Dutzend Menschen wurden von den Einsatzkräften in einer nahegelegenen kirchlichen Einrichtung betreut.

Die starke Rauchentwicklung führte bei zwölf Bewohnern zu gesundheitlichen Beschwerden. Während zwei Patienten vor Ort durch den Notarzt ambulant versorgt werden konnten, brachte der Rettungsdienst zehn weitere Bewohner zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand brach das Feuer im zweiten Stock der Unterkunft aus und verursachte nach ersten Schätzungen einen Sachschaden von mehreren tausend Euro. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken nahm vor Ort die Ermittlungen zur Erforschung der Brandursache auf. Bisher ergaben sich keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund.

Ein 18-jähriger Bewohner wurde vorläufig festgenommen. Möglicherweise steht er im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Feuers. Dies werde zur Zeit geprüft, heißt es von Seiten der Polizei. Die Staatsanwaltschaft Ansbach ordnete eine Blutentnahme bei dem Bewohner an. Die Ermittlungen dauern an.

Nach Belüftung des Gebäudes konnten die Bewohner wieder in ihre Zimmer zurückkehren.