Nachdem er an einer Tankstelle an der A6 im Landkreis Ansbach zunächst seine Rechnung nicht beglichen hatte und einfach weitergefahren war, wurde ein 24-Jähriger am Donnerstagabend (24. März 2022) von der Polizei über die Autobahn verfolgt.

Gegen 17.20 Uhr tankte der zunächst unbekannte Täter an der Rastanlage "Frankenhöhe-Süd" an der Bundesautobahn A6 seinen Wagen mit Diesel im Wert von rund 140 Euro auf und fuhr anschließend davon, ohne für den Sprit zu bezahlen.

Sprit-Dieb macht sich aus dem Staub - Zeugin liefert Hinweise

Eine Zeugin hatte dabei gesehen, dass es sich um ein silberfarbenes Auto handelt, an dem die Kennzeichen offenbar abgeklebt wurden. Eine Zivilstreife der Verkehrspolizei Ansbach, die im Rahmen der Schleierfahndung auf der Autobahn unterwegs war, stieß wenige Minuten später an der Anschlussstelle "Ansbach" auf ein Fahrzeug, auf das die Beschreibung passte.

Dessen Fahrer versuchte zunächst, sich der Kontrolle zu entziehen, indem er vor den Beamten floh. Dabei fuhr er mit hoher Geschwindigkeit davon und überholte andere Fahrzeuge auf der rechten Spur und teilweise sogar über den Pannenstreifen.

Der Polizei gelang es trotzdem, mit dem Fahrer mitzuhalten und ihn an der Anschlussstelle "Lichtenau" stoppen. Bei der folgenden Kontrolle zeigte sich der Fahrer sichtlich nervös, wie die Ansbacher Polizei beschreibt. Als die Fahnder in der Mittekonsole Papierstreifen und im Handschuhfach Abklebematerial fanden sowie an beiden Kennzeichen auf Rückstände von Papierkleber stießen, legte der 24-Jährige ein umfassendes Geständnis ab.

Vernehmung bringt Details ans Licht

In seiner Vernehmung schilderte er dann detailliert seine Vorgehensweise, sowohl während als auch nach der Tat. Gegen ihn wurden strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Tankbetrug und Kennzeichenmissbrauch eingeleitet. Derzeit wird geprüft, ob er noch für weitere Betrugsdelikte infrage kommen könnte.

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