Dafür wird zunächst die alte Dichtmasse herausgeschnitten. Das geht am besten mit einem scharfen Gegenstand, einem Messer oder einem Ceranfeldschaber, erläutert Mareike Hermann von der DIY-Academy. Bei Pilzbefall müssen die Spalten noch mit einem speziellen Pilzentferner behandelt werden. So beugt der Heimwerker einem Wiederbefall vor. Danach wird der Untergrund gut gesäubert und getrocknet, damit die neue Dichtungsmasse Halt findet.
Als Füllmaterial bietet sich Silikon aus der Kartuschenpistole an. Aber Achtung: Bei Acryl-Badewannen könnte Silikon das Material angreifen. Damit keine Spritzer auf Wanne oder Fliesen geraten, werden die Fugen entlang der Wand und des angrenzenden Wannenrands am besten mit Kreppband abgeklebt. Die Kartuschenspitze lässt sich an die benötigte Fugenbreite anpassen, indem die Spitze schräg angeschnitten wird.
Nach dem Einspritzen wird die Fuge glatt gezogen und überschüssiges Material entfernt. Am besten eignet sich dafür ein Fugenglätter - das sei besser als der gängige Tipp, den in Spüli getauchten Finger zu nehmen, sagt Hermann. Denn dadurch wirke die Fuge schnell buckelig. Und kommt Spüli unter die neue Fuge, hafte das Material nicht. Zum Abschluss braucht die neue Fuge kurz Ruhe. Nach einigen Minuten entsteht eine feste Oberhaut, dann sollte bereits das Klebeband an den Rändern abgezogen werden. Richtig belastbar sind die Abdichtungen aber erst nach mehreren Stunden.
Nur wer sich die Arbeit in Eigenregie zutraut, sollte auch wirklich loslegen. Denn wird bei der Ausführung nicht sorgfältig gearbeitet - etwa die Fugen ungleichmäßig oder die Fliesen mit Silikon beschmiert - dann muss der Mieter für solche Schäden später gerade stehen, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Er empfiehlt gerissene und undichte Fugen immer unverzüglich auch dem Vermieter zu melden. dpa-mag