Über 400 Gäste machten sich auf den Weg in den Hof der Erlanger Brauerei Kitzmann in der Südlichen-Stadtmauer-Straße. Extra aufgestellte Feuerkörbe sorgten bei herbstlichen Temperaturen dafür, dass die Besucher ihren Gerstensaft beim ersten Brauerei-Geflüster genießen konnten.

Gisela Volk und Klaus Karl-Kraus spielten in einem Mummenschanz nach, wie das Bier vor genau 300 Jahren in die Südliche-Stadtmauer-Straße kam: Wir schreiben das Jahr 1712, als der Brauereigründer Leonhardt Vernand de Buirette die Kutsche der Markgräfin anhielt und sie zum wiederholten Mal um eine Lizenz zur Bierherstellung bat. "Warum stört er meinen Spaziergang", soll Markgräfin Elisabeth Sophie gefragt haben. "Na, weger dem Bier haldd", soll er geantwortet haben.

Nach einigem Hin und Her, geplante Veränderungen im Verkehr sowie Ingenieure einer großen, in Erlangen ansässigen Firma eingeschlossen- derblecken gehört zum Starkbieranstich -, bekam de Buirette seine Erlaubnis. So, oder zumindest so ähnlich muss es damals passiert sein.

Erster Anstich nach fünf Jahren Durststrecke


"Ich hoffe, Sie sind alle richtig angezogen. Wenn nicht, können Sie sich an unseren Winterbieren aufwärmen", begrüßte Brauerei-Chef Peter Kitzmann. Nach fünf Jahren Abstinenz gab es wieder einen offiziellen Bockbieranstich.