In den 70er und 80er Jahren nahm der Wohlstand in Westdeutschland erheblich zu: Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurden 1977/78 nur 42 Prozent des Einkommens für lebensnotwendige Dinge benötigt - 1963 waren es noch fast 60 Prozent. Davon profitierten auch die großen fränkischen Firmen dieser Zeit: Der Fürther Unterhaltungselektronikhersteller Grundig lieferte beispielsweise den Sound der Disco-Ära in kugelförmigen Lautsprechern und Schöller baute in den 70ern in Nürnbergs Norden ein Kühlhaus nach dem anderen. Da gab's Sandwicheis und Fässer mit Rumeis (mit echtem Rum) für die ganze Republik und jeder kannte das eiskalte Vergnügen aus Franken. Mehr zurGeschichte des Eis-Imperiums gibt's in diesem Artikel.


Das fränkische Versandhandelsimperium

Eine andere fränkische Firma, die jeder Deutsche kannte, war Quelle. Lange vor dem Internethandel brachte das Versandhaus den Deutschen ihre Einkäufe per Päckchen nach Hause. Und was es bei Quelle alles gab! Haarnadel, Haus, Hund - Quelle hatte fast alles.


Mama, Papa, Sohnemann - alle warteten auf den Katalog

Der Katalog war einst die Bibel des Konsums und wurde 1977, im Jahr des 50. Jubiläums, 7 Millionen Mal gedruckt. Wenn er ins Haus flatterte, studierte Papa die Unterhaltungselektronik der Marke Privileg, Mama die Mode von Welt und der pubertäre Sohn die Unterwäscheseiten. Mehr über die Geschichte von Quellegibt's hier.


Kochkultur und die Ikonen der Werbeindustrie

Außerdem hat eine Bambergerin für die 70er-Jahre-Serie auf inFranken.de einige lustige Besonderheiten der Küchenkultur der 70er Jahre zusammengetragen. Brigitte Kaufmann sammelt seit den 70er Jahren Rezepte - und Rezepthefte. Damals war Werbung noch anders. Hersteller und Verbände verschickten massenweise Verbraucherinformationen. Manchmal auch mit Autogramm von unvergesslichen Ikonen wie der Südzucker-Susi oder Frau Antje aus Holland. Um die lustige Esskultur und kulinarische Eskapaden der 70ergeht's in diesem Artikel.