Dietzhof macht gegen den geplanten Standort eines Funkmasten. Die Telekom will einen 34 Meter hohen Sendemast in der Nähe des Leutenbacher Sportheims errichten. Bei hochsommerlichen Temperaturen folgten viele Bürger der Gemeinde Leutenbach dem Aufruf, an der Gründungsversammlung der Bürgerinitiative (BI) "Technik und Natur im Einklang" teilzunehmen. Ziel der Initiative ist es, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Leutenbach und der Deutschen Telekom einen alternativen Standort für den geplanten 34 Meter hohen Betonschleudermast, der vor dem Leutenbacher Ortsteil Dietzhof in der Nähe des Sportheims des FC Concordia Leutenbach errichtet werden soll, zu finden. Der Gemeinderat hatte während der letzten Ratssitzung den Bauantrag der Telekom einstimmig abgelehnt. Bürgermeister Florian Kraft (FW) begründete die ablehnende Haltung der Gemeinde vor allem mit dann nicht mehr möglicher Entwicklungsmöglichkeit von Dietzhof. Es könnten dort, wo der Mast dann stünde, keine Bauplätze mehr ausgewiesen werden. Ein Maststandort solle sich außerdem besser in das Landschafts- und Ortsbild einfügen. Familien, neuzugezogene sowie alteingesessene Bewohner kamen in der Nähe des geplanten Standorts zusammen und waren sich schnell einig: Hier muss etwas passieren, an dieser Stelle darf kein Funkmast errichtet werden. "Jeder ist sich bewusst, dass die Lücken im Mobilfunknetz geschlossen werden müssen, aber nicht auf Kosten unserer wunderschönen Landschaft", sagt BI-Sprecher Andreas Weig. Eindrucksvoll war auch der eigens für diesen Anlass aufgestellte Kranwagen, der die 34 Meter Höhe des geplanten Masts veranschaulichte. Bürgermeister Florian Kraft berichtete über das bisher Geschehene, während Andreas Weig einen Ausblick auf die nächsten Schritte der Bürgerinitiative gab. So soll ein gemeinsames Gespräch mit der Deutschen Telekom Transparenz schaffen, weshalb die bislang vorgeschlagenen Alternativstandorte abgelehnt wurden und bereits bestehende Masten nicht für dieses Vorhaben genutzt werden können. Der Dialog ist der Gemeinde und der Bürgerinitiative sehr wichtig. So soll trotz privilegiertem Bauvorhaben nicht über die Bürger hinweg, sondern gemeinsam mit ihnen entschieden werden. Trotz Anfrage bei der Telekom war bislang keine Stellungnahme vom Telekommunikationsunternehmen zu bekommen.