Diese Stichwahl macht es überdeutlich: OB Uwe Kirschstein wird von den meisten Forchheimern völlig anders wahrgenommen, als die Mehrheit der Stadträte seit Jahren meint, dass man ihn wahrnehmen müsste. Die Bürger bescherten Kirschstein eine triumphale Wiederwahl.

Doch der Sieger zeigte sich keineswegs triumphierend. Stattdessen lobte er die Qualitäten seiner Herausforderer Schönfelder und Prechtel. Und deutete an, dass es künftig leichter sein sollte, zu kooperieren. Eine berechtigte Hoffnung: Denn der politischen Logik dieser Wahl folgend, müsste der neue Bürgermeister aus den Reihen der stärksten Fraktion, also der CSU kommen.

Es spricht viel dafür, dass OB Kirschstein den Schulterschluss mit einem Bürgermeister Schönfelder sucht. Und dass der engagierte Schönfelder bereit sein wird, darin ein Trostpflaster und eine erfüllende Aufgabe zu sehen. Dies wiederum wäre ein starkes Signal für ein neues Miteinander des Stadtrates.