Im FT-Interview plauderte Bastian Götz, Gitarrist und Gründungsmitglied von der Chicolores, aus dem Nähkästchen der Band:

Die Band "Chicolores" feiert dieses Jahr ihren 20. Geburtstag. Wie kam es zur Gründung? Gibt es eine Art "Gründungsmythos"?

Bastian Götz: Im Jahr 1999 hatte das Fränkische Schlagertrio genug von der heilen Schlagerwelt. Wir Musiker sehnten uns nach erdigem Rhythm & Blues, Soul, Ska und Discoperlen und stellten kurzerhand eine 10-köpfige Band aus dem Raum Forchheim/Bamberg zusammen. Von Anfang an dabei sind Dennis Boss (Gesang), Oliver Eppenauer (Bass) und Bastian Götz (Gitarre). Claus Friedrich (Keyboards) kam im Sommer 2000 dazu. Der Fantasiename "Los Chicolores" entsprang einer fixen Urlaubsidee und sollte die Kapelle auf keinen bestimmen Musikstil festlegen.

20 Jahre gemeinsam Musik zu machen, ist eine Leistung. Was waren Highlights in dieser Zeit? Welche Erlebnisse bleiben unvergessen?

Unvergessen sind die Roadtrips ins europäischen Ausland nach Chantonnay (Frankreich) 2002 sowie an den Comer See (Italien) 2013. Die größte Zuschauerzahl haben wir sicherlich bei unserem Auftritt auf dem Bamberger Domplatz anlässlich des Weltjugendtagtreffens 2005 erreicht. 12.000 beseelte Fans haben ordentlich getanzt und abgerockt und das ohne einen Tropfen Alkohol. Ein alljährliches Highlight für uns sind aber die beiden Annafest Termine am Kultmontag und am 2. Sonntag auf dem Winterbauer Podium.

So war der Gig am 28. Februar 2020 im Jungen Theater in Forchheim

Zu Beginn hieß die Band "Los Chicolores". Wann fand die Umbenennung in "Chicolores" statt und warum?

Im Jahr 2013 haben wir uns komplett neu sortiert und neben Logo, Bandfotos und Webseite auch den Namen verkürzt. Dies hatte vor allem gestalterische Gründe, da uns ein Wort kompakter und griffiger erschien. An dem Gerücht, dass die Namensänderung etwas mit dem Ausstieg unseres langjährigen Drummers Alex "Lo" Lorenz Ende 2012 zu tun hatte, ist aber nichts dran.

Wie gestaltet sich der Bandalltag? Wie oft wird geprobt? Wie entsteht das Programm für einen Auftritt?

Aufgrund von Familie und Job proben wir meist nur einmal im Monat. Zwischen den Proben und Auftritten tauschen wir allerhand Klatsch und Tratsch in unserer WhatsApp Gruppe aus. Neue Programmvorschläge kommen meist von mir und werden vor den Proben entsprechend verteilt und im Selbststudium vorbereitet.

Gibt es Pläne für die Zukunft?

In der aktuellen Besetzung mit Johanna Fingas (Gesang), Sébastien Angrand (Schlagzeug), Florian Leuthold (Percussion) sowie Klaus Wangorsch (Trompete) und Tobias Schöpker (Sax) haben wir aktuell sehr viel Spaß beim kreativen Gestalten, gemeinsamen Musizieren und Abliefern. Unser Ziel ist es diese Stimmung entsprechend zu konservieren, um im Jahr 2030 die Fete zum 30-jährigen Bestehen fest einbuchen zu können.