Pommersfelden ist eine attraktive Wohngemeinde. Das kommt durch die anhaltende Bautätigkeit in den neuen Wohnquartieren zum Ausdruck. Laut Bericht in der Haushaltssitzung hat sich die Gemeinde ein maßvolles Wachstum zum Ziel gesetzt. Mit der Ansiedlung junger Familien wolle man "demografisch bedingten nachteiligen Entwicklungen entgegentreten".

In den drei großen Ortsteilen - Steppach, Sambach, Pommersfelden - wie auch im 270 Einwohner zählenden Limbach sorgt die Gemeinde für neues Bauland. Den Bedarf durch Aktivierung von Gebäudeleerständen oder Baulücken zu decken, sei nicht möglich, da diese nicht zum Verkauf stünden.

Gerade fertig wurde die Erschließung des neuen Limbacher Baugebiets "Hohlleite II". Das Areal habe Baureife, sagte in der Sitzung Bürgermeister Gerd Dallner. Wobei die in Limbach ausgewiesenen elf Baugrundstücke laut Dallner bereits vergeben oder zumindest reserviert sind.

Auch in den zuletzt ausgewiesenen Neubaugebieten in Sambach und Steppach stünden keine freien Baugrundstücke mehr zur Verfügung. Deshalb hat die Gemeinde noch im vergangenen Jahr die Weichen für weiteres Bauland gestellt. Die Baugebiete Hofleite in Sambach und Steppach Nord sollen erweitert werden. Der Grunderwerb für die beiden Neubaugebiete ist im Gemeindehaushalt dieses und des nächsten Jahres mit gut einer Million eingeplant. Die Erschließung erfolgt in der Regel über einen Erschließungsträger, so dass die Kosten den Haushalt der Gemeinde nicht belasten.

Mit der Aufstellung von Bebauungsplänen für Steppach Nord III und Sambacher Hofleite II wurde in der Sitzung die Bamberger Planungsgruppe Strunz beauftragt. Die Bebauungspläne für die beiden je rund 24 000 Quadratmeter umfassenden Plangebiete können im vereinfachten Verfahren abgewickelt werden, da der Beschluss dafür noch vor Jahresende 2019 gefasst wurde.

Etwa zeitgleich mit der bereits fertigen Limbacher "Hohlleite" sollte in Pommersfelden der zweite Abschnitt des Baugebiets Kühtrieb fertig werden. Dies habe sich jedoch aufgrund der zahlreichen Bedenken und Einwände verzögert, erklärte Bürgermeister Dallner. Er rechnet mit starker Nachfrage für das neue Baugebiet. Daher werde jetzt eine Bedarfsabfrage gestartet. Von insgesamt 37 im Bebauungsplan ausgewiesenen Baugrundstücken stünden 25 der Gemeinde zur Verfügung. Die übrigen hätten sich die bisherigen Eigentümer einbehalten. Der Bürgermeister rechnet damit, dass Kühtrieb II bis Herbst 2021 baureif wird .

Demnächst sollen die Ausschreibungen für Kühtrieb II. stattfinden. In der Sitzung stellte Ingenieur Georg Schreiber vom Höchstadter Planungsbüro Maier die Bauleitplanung noch einmal vor. Ein wesentlicher Punkt war dabei die Lärmschutzwand, die zur bestehenden Schreinerei Löhr notwendig wird. Je nach Ausführung wird sie auf 100 000 bis 150 000 Euro veranschlagt. 90 Meter lang soll die Wand dafür stehen, dass "Irritationen" vermieten werden, die eventuell vom Betrieb der Schreinerei ausgehen und auf das Baugebiet einwirken könnten. Bei einer Gesamtlänge von neunzig Metern müssen 30 Meter in einer Höhe von 3,50 Meter und 60 Meter mit 4,50 Meter Höhe ausgeführt werden.

In der Sitzung wurde ausführlich diskutiert, wie die Lärmschutzwand aussehen soll. "Auf keinen Fall soll eine Art Todesstreifen entstehen", betonte der Bürgermeister. Auch eine Betonwand war für ihn keine Option. Man einigte sich darauf, die Basis bis etwa eineinhalb Meter Höhe als begrünte Böschung anzulegen.

Darauf sollen zwei Gabionen-Blöcke platziert werden, so dass eine Höhe von 3,50 Meter erreicht wird. Um die auf sechzig Metern geforderte Höhe von 4,50 Meter zu erreichen, sollen auf die Gabionen noch Elemente aus Plexiglasscheiben aufgesetzt werden.