Es war eine Machtdemonstration besonderer Art: Gegen die Stimmen der CSU setzte Bambergs OB Andreas Starke (SPD) mit den Fraktionen von SPD und Grünen zwei umstrittene Personalentscheidungen durch. Neue Referentin für Kultur und Welterbe wird zum 1. Juli die 51-jährige Ulrike Siebenhaar. Sie leitete bisher das Amt für Bürgerbeteiligung. Für Schulen und Bildung soll Matthias Pfeufer künftig als Referent zuständig sein. Die CSU hatte ein transparentes Auswahlverfahren gefordert. Beide Stellen sollten nach dem Wunsch der Union intern oder extern ausgeschrieben werden. Doch in der Abstimmung unterlag die CSU knapp.

Für Siebenhaar setzte sich vor allem OB Andreas Starke ein. Die Themenfelder Kunst und Kultur lägen ihr seit jeher besonders am Herzen. Siebenhaar studierte Kunstgeschichte und Klassische Archäologie in Erlangen.

Kulturschaffende im Stadtrat freuten sich besonders darüber, dass ihr Bereich erstmals ein eigenständiges Referat bekommt. Dadurch erfahre die Kultur in Zeiten knapper Kassen eine Aufwertung.

Die Argumente der CSU für ein transparentes und belastbares Auswahlverfahren für alle Spitzenpositionen im Bamberger Rathaus fanden keine Mehrheit. Gleichwohl fiel die Entscheidung denkbar knapp aus.