Zwölf Jahre lang war Gerhard Ellner Bürgermeister in Gerach, eine dritte Amtsperiode wird ihm verwehrt bleiben. Vor zwei Wochen schickten ihn die Geracher in die Stichwahl - und schon damals hatte Herausforderer Sascha Günther mit knapp über 46 Prozent der Stimmen vorne gelegen. Ellner landete nur mit weniger als drei Prozentpunkten vor Torsten Stegner (UWG).

Bei der Stichwahl setze sich Günther nun mit 63,05 Prozent der Stimmen (entspricht 418 Wählern) gegen Ellner (36,95 Prozent, 245 Stimmen) deutlich durch. Die Wahlbeteiligung lag bei hohen 85,21 Prozent.

Sascha Günther, der im Kreis seiner Familie feierte, zeigte sich äußert erfreut über das Wahlergebnis, auch wenn an ein großes Feiern aufgrund der Corona-Situation natürlich nicht zu denken war. "Ich habe mit meiner Familie bei einem Glas Sekt angestoßen. Eigentlich hatte ich mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen und keinem so deutlichen Ergebnis gerechnet", erklärte Günther. "Scheinbar wollten die Geracher aber einen Generationenwechsel. Ich möchte mich ausdrücklich bei Gerhard Ellner bedanken, auch für seine geleistete Arbeit in den vergangenen zwölf Jahren - und hoffe auf eine weiter gute Zusammenarbeit."

Auf der anderen Seite war bei Ellner die Enttäuschung groß. "Ich konnte schon im ersten Wahlgang nur 28 Prozent der Stimmen erreichen, diesen Rückstand aufzuholen war wohl zu viel", so Ellner. "In den vergangenen Jahren wurde in Gerach viel getan und investiert, diesbezüglich muss ich mir nichts vorwerfen lassen. Scheinbar wurde aber ein neuer Bürgermeister gewünscht. Mein Gemeinderatsmandat werde ich aber wahrnehmen."