Oberhaid
Tag der offenen Tür

Neubau Kulturzentrum

Am 6. September wird das neue Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Oberhaid feierlich eingeweiht
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Das moderne Oberhaider Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum begeistert. Horst Lange
Das moderne Oberhaider Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum begeistert. Horst Lange
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Ein Meisterstück lieferte der Gemeinderat Oberhaid mit Bürgermeister Carsten Joneitis ab: Am Donnerstag, 6. September, findet die feierliche Einweihung des neuen Kinder-, Jugend- und Kulturzentrums an der Schule in Oberhaid statt.

Schon seit mehreren Jahren trieb den Bürgermeister die Idee um, die unzureichenden und beengten Räumlichkeiten für die Bücherei, den Jugendtreff und die Mittagsbetreuung einer guten Lösung zuzuführen.

Nach intensiver Standortsuchen innerhalb der Gemeinde reifte im Jahr 2015 der Entschluss, dieses Projekt auf einem gemeindeeigenen Grundstück an der Schule zu verwirklichen.

Inklusion und Integration

Alles unter einem Dach, in enger Verknüpfung mit der Schule, sollte das neue Kinder-Jugend- und Kulturzentrum (KJK-Zentrum) entstehen.

Architekt Peter Schneider aus dem Bamberger Stadtteil Wildensorg hatte die Aufgabe, die verschiedenen Einrichtungsleitungen unter einem Hut zu bringen.

Die Entwurfsplanung überzeugte den Gemeinderat. Der stimmte zu und die Pläne wurden in die Tat umgesetzt. "Unser Ziel war es, Räumlichkeiten zur täglichen Nutzung und zur internen Vernetzung aller Bereiche zu schaffen", erzählt am Ende der Bauphase ein sichtlich stolzer Carsten Joneitis. "Damit ist es uns gelungen, eine Vorreiterrolle in Sachen Inklusion und Integration nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern auch auf Landesebene einzunehmen."

Förderung des Projekts

Stolze 2,1 Millionen Euro sollte das Mammutprojekt kosten. Dieser Rahmen wurde weitestgehend eingehalten und durch zusätzliche Umbaumaßnahmen die Gestaltung der Außenflächen nur um 200.000 Euro überschritten.

Dabei durfte sich die Gemeinde Oberhaid über eine 50-prozentige Förderung freuen, zu der die Oberfrankenstiftung, die Regierung, der Landkreis Bamberg und der Bayerische Jugendring beitrugen.

Trotz mancher Widerstände und Schwierigkeiten gelang es am Ende dem Bürgermeister mit Bravour, alle fünf Einrichtungen, nämlich die Gemeindebücherei, den Jugendtreff, die Mittagsbetreuung, die Schulmensa und die Offene Ganztagsschule unter einem Dach zu vereinen und sich von einem oftmals noch verbreiteten Kirchturmdenken zu verabschieden.

Nun ist es soweit: Zwar wuseln in den letzten Tagen vor der Eröffnung bis zum 6. September noch zahlreiche Helfer und Helferinnen durch den Neubau, um letzte Hand anzulegen, Mobiliar aufzustellen, Bücher in der Bücherei einzuräumen und alles blitzblank zu wienern. Dann präsentiert sich das Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum aber als moderner, barrierefreier und energetisch auf neuestem Stand mit Photovoltaikanlage und Regenwasserzisterne auf 1.100 Quadratmetern.

Für die Gemeinschaft

Jede der verschiedenen Einrichtungen als solche ist ein Hingucker. So ist die Bücherei mit Hörschleifen für Hör- und Sehgeschädigte ausgestattet, eine Asylothek bietet besondere Angebote für deutschlernende Neubürger, die auch für benachbarte Gemeinden und die Stadt Bamberg offen stehen.

Über 10.000 bis 12.000 Medien verfügt die neue Gemeindebücherei, die von Sabine Jahn und einem 19-köpfigen Helferteam betreut wird. 8.000 Euro investiert die Gemeinde jährlich für Neuanschaffungen.

Geöffnet ist die Bücherei ab 11. September, Dienstag von 15 bis 17 Uhr, Mittwoch von 9 bis 12 Uhr und 14.30 bis 16.30 Uhr mit Lesecafé, Freitag von 16 bis 18 Uhr und Sonntag von 10.30 bis 11 Uhr. Zur Einweihungsfeier am 6. September lädt das Büchereiteam ab 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein:

Mehr Raum für alle

Die Offene Ganztagsschule bietet Platz für 20 Jungen und Mädchen im Alter von elf bis 16 Jahren. Die Schulmensa verfügt über eine 60 Quadratmeter große Küche und einen 80 Quadratmeter großen Speisesaal. Damit können bis zu 120 Kinder gleichzeitig verköstigt werden. 80.000 Euro hat die Nobelküche gekostet, gerade mal 1,50 Euro kostet das Drei-Gänge-Menü mit regionalen Produkten.

Platz ohne Ende hat auch die Mittagsbetreuung, in der bis zu 70 Kinder im Grundschulalter versorgt und betreut werden.

Einen Quantensprung vollführte der neue Jugendtreff.

Neuer Jugendtreff

Fristete man bislang ein mehr als trostloses Dasein in zwei Containern am Bauhof, hat man nun 190 Quadratmeter Platz, um der Jugend freien Lauf zu lassen.

Dazu tragen eine eigene Küche, ein Kicker und Billard bei, aber natürlich auch die Errungenschaften unserer Zeit wie Flachbildschirme mit Sitzlogen.

Natürlich hat der Jugendtreff seine eigenen sanitären Einrichtungen. "15 bis 20 Kinder im Alter von sieben bis 21 Jahren treffen sich hier", teilt Carsten Joneitis die Vorfreude der Oberhaider Jugend auf das neue Heim in Oberhaid.

Natürlich nicht nur die Jugend, sondern ganz Oberhaid ist zur feierlichen Einweihung des Kinder-, Jugend- und Kulturzentrums am Donnerstag, 6. September, eingeladen.

Diese beginnt um 14.30 Uhr mit Festreden, der kirchlichen Weihe und der Besichtigung der verschiedenen Räumlichkeiten.

Um 16 Uhr beginnt der Tag der offenen Tür mit einem bunten Rahmenprogramm:

Im Obergeschoss, wo die Mittagsbetreuung mit Mensa sowie die offene Ganztagsschule beheimatet sind, gibt es Kinderschminken, Bastelaktionen, einen Barfußparcours und einen Trommelworkshop. Am Spielplatz lädt eine Hüpfburg und Actionpainting zum Mitmachen ein.

Im Erdgeschoss locken derweilen ein Glücksrad, Bastelaktionen sowie im Jugendtreff Kicker, Wurfmaschine, Lifesprayer, Tanz und eine Fifa-Playstation.

Für das leibliche Wohl ist natürlich ebenfalls bestens gesorgt. Horst Lange



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