Kümmersreuth
Kirchweih

Kirchweih Kümmersreuth

Kümmersreuth feiert immer am zweiten Wochenende im Oktober, heuer dem 10. und 11. Oktober, Kirchweih.
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Am Wochenende wird in Kümmersreuth Kirchweih gefeiert. Der Festgottesdienst in der katholischen Filialkirche Maria Rosenkranzkönigin ist um 10.30 Uhr.  Foto: Gerda Völk
Am Wochenende wird in Kümmersreuth Kirchweih gefeiert. Der Festgottesdienst in der katholischen Filialkirche Maria Rosenkranzkönigin ist um 10.30 Uhr. Foto: Gerda Völk
Jetzt im Herbst wird in vielen Orten des Landkreises Kirchweih gefeiert. Immer am zweiten Wochenende im Oktober ist Kümmersreuth an der Reihe. Als südöstlichster Stadtteil von Bad Staffelstein erstreckt sich die Ortschaft bereits auf den Höhen des fränkischen Juras. Auch wenn die Kerwa heute überwiegend in den Familien gefeiert wird, hat sie dennoch nicht an Bedeutung verloren. Das religiöse Zentrum der kleinen Juragemeinde ist die katholische Filialkirche Maria Rosenkranzkönigin. Das heutige Gotteshaus in der Ortsmitte hatte mehrere Vorgängerbauten. Um 1745 berichtet die Chronik von einem "geringen von holtz aufgebauten Häuslein", in dem die Kümmersreuther ihre Andachten hielten, wenn sie nicht in die Pfarrkirche nach Wattendorf kommen konnten.
In Aufzeichnungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ist der Hinweis zu finden, dass mit Genehmigung der Königlichen Regierung und mit Zustimmung der erzbischöflichen Stelle in Kümmersreuth eine neue Kapelle erbaut werden sollte, "welche das religiös-kirchliche Leben" fördern sollte. Damit erfüllte sich um 1854 der Wunsch der Dorfbevölkerung nach einer eigenen kleinen Kapelle, die der Gottesmutter Maria geweiht war. Anstelle dieser Kapelle steht heute die katholische Filialkirche Maria Rosenkranzkönigin. Vom Aufbau her besteht das um 1948 errichtete Gotteshaus aus einem Hausteinquaderbau mit östlich abgewalmten Satteldach und einem achtseitigen verschieferten Dachreiter mit Zwiebelhaube über dem Westgiebel. Obwohl das Gotteshaus von außen eher bescheiden wirkt, birgt es im Inneren ein wahres Kleinod, das dem Besucher sofort auffällt: Die Altarblätter und Kreuzwegstationen des schlesischen Madonnenmaler Paul Plontke. Im Mittelpunkt seines Werkes steht die thronende Muttergottes, um die zu beiden Seiten jeweils zwei kleinere Darstellungen aus dem Leben Mariens angeordnet sind.
Von der Anlage her ist Kümmersreuth ein klassisches Straßendorf, das 1230 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Damals schenkte Bischof Eckbert von Bamberg dem Kloster Langheim diverse Güter in Kümmersreuth. Im Laufe der Jahrhunderte war der Ortsname Veränderungen unterworfen. Die ältesten überlieferten Namen lauten unter anderem Kunemundesruet (um 1145), Kunenrude und Kumischreuth. Nach dem Kloster Langheimer Urbar von 1731 gehörte Kümmersreuth mit allen Zu- und Eingehörungen dem Kloster. Um 1833 zählte der Ort 20 Häuser und 124 Seelen. Das ehemalige Schulhaus aus dem Jahre 1907 dient seit 1968 als Wohngebäude.


Spuren von Vorfahren

Von Bewohnern aus grauer Vorzeit erzählt ein Hügelgrab, das 1971 in der Nähe von Kümmersreuth gefunden wurde. Darin befanden sich das Skelett einer 30-jährigen Frau und weitere Funde, unter anderen auch eine Silexklinge und das Bruchstuck einer Axt. Die Knochen befinden sich heute in der anthropologischen Staatssammlung in München. Weitere Spuren früherer Vorfahren lassen sich am 500 Meter nordwestlich von Kümmersreuth gelegenen Schlossberg ausmachen. Hier soll sich einst eine allerdings urkundlich nicht belegte mittelalterliche Burganlage befunden haben, auf die heute nur noch tiefe Gräben im Gelände hinweisen. gst


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