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Franken
Gastronomie in Corona-Krise

Für Hubert Aiwanger: Fränkische Gastwirte stellen 15 Meter lange "Kumpeltische" auf

Nachdem Hubert Aiwanger versucht hat, die Corona-Regeln in Biergärten zu erklären, reagieren Gastronomen und Musiker nun darauf mit Humor.
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Coronavirus - Kabinettssitzung Bayern
Hubert Aiwanger sorgte zuletzt mit einem Erklärungsversuch auf einer Pressekonferenz für Gelächter. Symbolfoto: Peter Kneffel/dpa

Hubert Aiwanger (Freie Wähler), stellvertretender Ministerpräsident Bayerns, hat zuletzt für Schmunzeln gesorgt. In einer Pressekonferenz erklärte der 49-Jährige, wie man sich in der Corona-Krise im Biergarten beziehungsweise auf dem Bierkeller verhalten solle. 

Im Wortlaut sagte Aiwanger: "Wenn sechs bis acht Leute, jeder mit seinem Kumpel kommt, dann kann der sich natürlich jeweils mit seinem Kumpel, der seine Bezugsperson ist, an einen Tisch setzen. Und mit 1,50 Abstand sitzt der nächste Kumpel mit seinem Kumpel. Aber die können nicht sechs mal zwei an einem Tisch sitzen, weil ja nicht mal die ersten Sechse an einem Tisch sitzen dürften. Also immer nur mit einer Bezugsperson oder mit einer Bezugsfamilie darf ich am Tisch sitzen. Und zu den anderen ist jeweils 1,50 Abstand zu halten. Das Beispiel ginge nur, wenn der Tisch irgendwo 15 Meter lang ist und dann im Abstand von 1,5o immer die Pärchen gegenüber sitzen."

Aiwangers "15-Meter-Tisch": Fränkische Biergärten reagieren mit Witz

Die umständlichen Erklärungen der Corona-Regelungen nahmen nun einige Gastronomen aus der Region zum Anlass solche "15-Meter-Tische" einzurichten. Im Marktheidenfeld (Kreis Main-Spessart) zum Beispiel: Dort hat Wirt Achim Hospes mehrere Bierbankgarnituren aneinander gereiht und um Abstand von 1,5 Metern für jeweils zwei "Kumpels" Flaschenbier platziert. Die Aktion veröffentlichte er auf Facebook. Hier ein Video davon:

Auch in Randersacker (Kreis Würzburg) wurde man daraufhin kreativ: Das "Gasthaus Teufelkeller" hat ebenfalls einen "Kumpel"-Tisch aufgestellt. Das Gasthaus teilt dazu mit: "Genau 16 Meter lang! Platz für 14 Kumpels aus 14 verschiedenen Haushalten unter Einhaltung der 1,5 Meter Abstand."

Eine musikalische Reaktion auf Aiwangers Erklärungsversuch kommt zudem aus Mainstockheim (Kreis Kitzingen). Chorleiter Uwe Ungerer hat kurzerhand die "Bierabstandsregeln" gesungen und vertont. Das dreistrophige Stück haben bereits über 15.000 Nutzer bei YouTube angehört. Doch hören Sie selbst:

Die aktuellen Regelungen in der Corona-Krise, was in Bayern erlaubt ist und was nicht, finden Sie hier. 

tu