Köln
Höhle der Löwen

"Die Höhle der Löwen": Bier-Verschluss, Bratpulver und Periodenunterwäsche in der neuen Staffel

Am 3. September beginnt die neue Staffel von "Die Höhle der Löwen" auf Vox. Auch Fränkin Dagmar Wöhrl ist wieder mit dabei. Diesmal gibt es einen Zapfhahn-Verschluss für Bierflaschen, Bratpulver oder Periodenunterwäsche.
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Neue Staffel von die Höhle der Löwen startet am 03.09.2019 auf Vox. Die Investoren der Sendung sind bereit. Symbolfoto: Christian Charisius/dpa
Neue Staffel von die Höhle der Löwen startet am 03.09.2019 auf Vox. Die Investoren der Sendung sind bereit. Symbolfoto: Christian Charisius/dpa

Die Höhle der Löwen startet am 03. September auf Vox: Am Dienstag um 20.15 Uhr wird die Jagdsaison für die millionenschweren Firmeninhaber erneut eröffnet. In der bereits sechsten Runde des Vox-Quotenhits um Judith Williams, Carsten Maschmeyer und Co. ist so manches neu. Nicht nur gibt es mit Gesundheitsunternehmer Nils Glagau (Orthomol) einen Neuen in der Runde des damit nun siebenköpfigen Rudels. Gleichzeitig werden in den elf Folgen von Show zu Show die Besetzungen der fünf "Löwen"-Stühle wechseln.

Franken bei "Die Höhle der Löwen": Multiharke oder Waschies

Eine App für die eigenen Finanzen, ein flexibles Stecksystem für Kindermöbel, Bio-Suppen im Glas, eine zeitsparende Gartenharke von einem Gründer aus Franken - die Gründershow "Die Höhle der Löwen" hat in den vergangenen fünf Jahren so manchen Verkaufsschlager hervorgebracht. Auch die Waschies aus Oberfranken waren in der Sendung. Das ist nach ihrem Auftritt in der Show passiert.

"Sieben Löwen für fünf Stühle - das klingt so harmlos. Aber das sind 21 verschiedene Konstellationen. Einmal waren wir nur Männer", sagte Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer der Deutschen Presse-Agentur. Neben Maschmeyer, Glagau und Beauty-Expertin Williams gehören Tech-Investor Frank Thelen, Handels-Unternehmer Ralf Dümmel und Medieninvestor Georg Kofler zum finanzstarken Rudel. Auch die Fränkin Dagmar Wöhrl ist bei der wieder mit dabei. Durch diesen ständigen Wechsel müssten nicht nur die Investoren plötzlich umdenken, auch die Gründer müssten auf einmal viel flexibler sein. "Es gibt so viele überraschende Wendungen", sagte Maschmeyer weiter.

Die Höhle der Löwen: "lauter und crashiger"

"Wir werden den schnellsten Deal sehen und wir haben den jüngsten Menschen, der je mit einem Deal aus der Höhle der Löwen gegangen ist." Zudem werde es insgesamt "lauter und crashiger". So habe es in der sechsten Staffel "zwischen den Löwen so gekracht wie noch nie zuvor". Details dazu verriet der Münchner indes nicht. Nur, dass sich alle wieder vertragen hätten.

Fertig gemixter Gin oder Rum mit schwarzem Tee, ein Zapfhahn-Verschluss für Bierflaschen, Bratpulver, waschbare Periodenunterwäsche - die neue Staffel wartet mit interessanten Geschäftsideen auf. Und wieder werden die "Löwen" viele Millionen Euro in die Hand nehmen, um Anteile an den aufstrebenden Unternehmen zu kaufen - wenn sie einen großen Erfolg wittern. Welche Deals die Investoren unter Dach und Fach gebracht haben, wurde im Vorfeld nicht verraten.

Maschmeyer: Investoren werden härter

Sicher ist jedoch: Beide Seiten haben es sich gegenseitig nicht leicht gemacht. Die Gründer seien in der sechsten Staffel besser vorbereitet und auch selbstbewusster, sagte Maschmeyer dazu. "Die sagen auch schon mal "Wenn es hier nicht zu meinen Bedingungen läuft, dann will ich nicht"." Gleichzeitig würden aber auch die Investoren härter mit den Gründern umgehen, "wenn die ihre Fragen nicht beantworten können, ihre Konkurrenz nicht genau kennen oder in den Finanzzahlen unsicher sind." Maschmeyer hat in den vergangenen drei Staffeln etwa vier Millionen Euro investiert.

Auch Glagau, der Neue im Rudel, wird ordentlich mitmischen. Von seinem ersten Drehtag sei er angenehm überrascht gewesen, sagte Glagau. "Ich war froh, dass ich darin bestätigt wurde, dass das alles authentisch ist und dass man eben nichts vorher weiß." In seiner ersten Staffel hätte er allerdings gern noch mehr Deals abgeschlossen, sagte der 43-Jährige.

Ein Teil davon dürfte ihm der Hamburger Unternehmer Dümmel vor der Nase weggeschnappt haben. Dümmel ist seit 2016 bei "Die Höhle der Löwen" dabei. "Die ersten Male konnte ich davor überhaupt nicht schlafen. Und auch heute noch ist es so, dass ich - wenn wir ins Studio fahren - total aufgeregt bin und dem entgegenfiebere, was kommt", so der 52-Jährige. Ihn reize es jedes Mal wieder, den Gründern dabei zu helfen, ihre Ideen umzusetzen. "Leider erlebt man auch Niederlagen mit ihnen. Aber man feiert auch ganz viele Siege und das macht einfach Spaß." Dümmel hat in den vergangenen drei Staffeln 61 Deals abgeschlossen und dafür fast zehn Millionen Euro investiert.

Die Höhle der Löwen: 60 Prozent der Start-Ups gehen an den Start

Etwa 60 Prozent der in der Gründershow vorgestellten Start-ups würden es am Ende auf den Markt schaffen, sagte Dümmel. "Die "Höhle der Löwen" ist die große Chance auf einen Sechser im Lotto, aber keine Garantie!".

So manches in der Gründershow vorgestellte Produkt findet sich übrigens durchaus auch in den Haushalten der "Löwen" wieder. Im Hause Maschmeyer gehören das Schlafmittel Smartsleep, die glutenfreie und vegane Low-Carb-Pizza Lizza und der lichthärtende Spezialklebstoff Blufixx zum Alltag, wie der Finanzunternehmer verriet. Und der Wahl-Hamburger Dümmel hat unter anderem die Abfluss-Fee, die Kokosnuss-Chips und den Keks-Teig zum Naschen ohne Bauchschmerzen daheim. "Und das ist kein leeres Gerede. Wir könnten jetzt losfahren und in die Schränke gucken und dann würden wir Sachen finden."

red mit dpa

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