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Einkaufen ? Vor Ort

"Click, Call and Collect"

Einkaufen, ohne vor Ort bummeln zu gehen
 
Schönes oder Nützliches lokal zu kaufen, das geht auch während der Pandemie. Entweder über eine Online-Bestellung oder per Telefon.
Schönes oder Nützliches lokal zu kaufen, das geht auch während der Pandemie. Entweder über eine Online-Bestellung oder per Telefon. Foto: Foto: Anja Vorndran

Einkaufen, ohne direkt vor Ort im Geschäft bummeln (neudeutsch: shoppen) zu gehen? Das geht. In Zeiten der Pandemie gibt es einige Unternehmen, die es ihren Kunden mit guten Ideen möglich machen, den fast normalen Service zu erhalten. "Click and Collect" oder "Click an Call" oder "Click, Call and Collect" nennt sich der Zauberspruch, der die durch Corona verschlossene Türen öffnet. "Click and Collect" gab es schon vor Covid-19, wird jetzt aber für viele Kunden erst richtig interessant.

Von unterwegs oder von daheim aus umsehen

Freilich darf man nach wie vor nicht wie sonst gewohnt, das Geschäft betreten, sich in Ruhe umschauen und dann entscheiden. Der Prozess läuft anders: Man schaut sich zuhause oder von unterwegs aus um.

Hat ein Geschäft eine Website eingerichtet, kann man das Angebot bequem am Rechner, Laptop oder Smartphone begutachten und seine Waren mit einem Klick bestellen. Hier ist die Bezahlung meist online möglich, Viele kleine lokal ansässige Händler kommen allerdings auch im 21. Jahrhundert noch ohne Homepage aus - sie dennoch zu erreichen ist denkbar einfach: Man ruft an.

Einkaufen über das Festnetztelefon

Dazu braucht es nicht einmal ein Smartphone, ein Festnetztelefon reicht vollkommen aus. Gerade in kleinen Städten kennt sowieso jeder "seinen" Laden und nicht wenige Kunden sind mit dem Personal oder Chef bekannt und so gelingt neben der Bestellung auch ganz locker ein Gespräch über dies und das und jenes - je nachdem, wie viel Zeit die Teilnehmer mitbringen. Dabei kommen auch die Fragen der Kunden bezüglich des Produktes nicht zu kurz. Ist die Ware ausgesucht, der Klick (Click) oder Anruf (Call) getan, geht es ran ans Abholen (Collect).

Der Kunde erfährt entweder über die Homepage, per Mail oder im persönlichen Gespräch wann und wo er seine Bestellung abholen kann, besonders für Vollzeit-Berufstätige ein Vorteil. Sie kennen das Problem, bis man nach Feierabend zum Geschäft hetzt, steht man vor verschlossenen Türen. Dann heißt es, am freien Tag oder am Wochenende noch mal den Weg in die Stadt auf sich nehmen, um das Objekt der Begierde zu bekommen.

Jetzt ist alles anders, denn in den meisten Fällen vereinbaren Händler und Kunde einen Wunschtermin, der teilweise über die normale Öffnungszeit hinausgehen kann. Das Geschäft betreten geht allerdings nicht, die Zahlung per Rechnung, bar oder mit Karte bespricht man vorab.

Lokalen Handel nach vorne bringen

Ralf Ludewig, unterfränkischer Bezirksvorsitzender des bayerischen Einzelhandelsverbandes zeigt sich froh über die Möglichkeiten mit "Click and Collect" und "Click and Call" den Handel ein bisschen nach vorne zu bringen. "Natürlich ist es schöner in einem geöffneten Geschäft einzukaufen", gibt er unumwunden zu, "aber auch das wird wieder möglich sein und bis dahin läuft es eben anders."

Auch Gutscheine könne man erwerben und später einlösen. Den meisten Geschäftsleuten fehle die Planbarkeit fasst Ludewig die momentane Situation zusammen. Das heißt, wenn die Händler wüssten, wann sie wieder öffnen können, könnten sie dementsprechend Ware einkaufen. Zurück zur jetzigen Situation: Ein weiterer Vorteil liegt klar auf der Hand, da die Ware direkt vor Ort abgeholt werden kann, entfallen die anfallenden Versandkosten, die beim Onlinehandel entstehen.

Das Phänomen, erst im Internet zu recherchieren und dann die Händler vor Ort zu unterstützen wird als "ROPO-Effekt" bezeichnet und steht für die Abkürzung von "research online, purchase offline", das heißt übersetzt "Recherchiere online, kaufe offline" oder auf deutsch: Im Internet suchen und vor Ort kaufen. Anja Vorndran

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