Franken
Schnäppchen-Check

Black Friday 2019: Lohnen sich die Schnäppchen wirklich?

Spart man beim Black Friday wirklich so viel, wie alle sagen? Ein Test des Vergleichsportals idealo.de zeigt eher das Gegenteil. Dennoch gibt es bestimmte Kategorien, in denen Sie besondere "Schnäppchen" machen und einiges an Geld sparen können.
Artikel drucken Artikel einbetten

Der Black Friday 2019 steht in den Startlöchern: Die Cyber-Week-Rabattschlacht beginnt offiziell am 25.11.2019, der Black Friday fällt in diesem Jahr - relativ spät - auf den 29.11.2019. Für viele Verbraucher ist dies eine willkommene Gelegenheit, günstige Schnäppchen zu ergattern. In einigen Kategorien ist das Sparpotenzial offenbar besonders hoch.

Black Friday bei Amazon: Analyse des Portals idealo.de - über 2500 Rabatte überprüft

Experten des Preisvergleich-Portals idealo.de haben die Angebote des vergangenen Black Friday 2018 verglichen und Kategorien analysiert, in denen sich ein Kauf am Schnäppchen-Tag tatsächlich lohnt. Laut der Untersuchung war die Mehrheit der Angebote, nämlich 74 Prozent, am Black Friday günstiger als in den vier Wochen davor. Dennoch lag die durchschnittliche Ersparnis in den 50 gefragtesten Kategorien gerade mal bei sechs Prozent.

Ein Rabatt von 20 Prozent oder mehr gab es bei nur 14 Prozent der untersuchten Produkte, darunter in den Kategorien Gesellschaftsspiele (19 Prozent), Gamepads (19 Prozent) und Spielekonsolen (15 Prozent).

Jetzt neu: Schnäppchen-Newsletter per E-Mail abonnieren und sparen

Maximales Sparen: Bei Elektronik und anderen Kategorien nicht auf Farbe oder Modell festlegen

Am allermeisten könnten flexible Kunden sparen: Wer beispielsweise beim Smartphonekauf nicht auf ein bestimmtes Modell oder eine bestimmte Farbe festgelegt ist, kann so einiges einsparen. Im Test war das Smartphone Samsung Galaxy S8 in der Farbe "Midnight Black" nur um 10 Euro (3 Prozent) reduziert, das baugleiche Modell in "Arctic Silver" hingegen um 32 Euro (8 Prozent). Bei Spielekonsolen, Fernsehern oder Kleidung wie Sneakern könnte durch solche unterschiedlichen Preisabstufungen ebenfalls das Rabattpotenzial maximal ausgenutzt werden.

Black Friday: So finden Sie die echten Schnäppchen

Damit Kunden aus der Flut an vermeintlichen und echten Schnäppchen die besten Angebote herauspicken können, hat Stiftung Warentest einen "Fahrplan zu richtig guten Angeboten" veröffentlicht. Darin geben die Tester fünf wertvolle Tipps, mit denen man die Spreu vom Weizen trennen, echte Schnäppchen identifizieren, Risiken minimieren und effektiv am meisten sparen kann.

Stiftung Warentest: Fünf Tipps für maximale Ersparnis am Black Friday auf Amazon

Tipp 1: Schreiben Sie eine Liste mit ihren Wunschprodukten

Um sich vor unüberlegten Impulskäufen zu schützen raten die Tester, sich bereits im Vorfeld des Black Friday Gedanken zu machen, welche Produkte man wirklich braucht und in diesem Jahr kaufen möchte. Nach diesen kann man dann gezielt suchen. Die Chancen, ein gutes Angebot zu finden, lassen sich leicht erhöhen, indem man sich nicht auf ganz spezielle Produkte und Modelle festlegt, sondern sich beispielsweise mit mehreren Designvarianten selbst mehr Spielraum einräumt. Beispielsweise kann schon allein die Farbe eines Mobiltelefons mitunter einen Preisunterschied im mittleren zweistelligen Eurobereich ausmachen.

Tipp 2: Legen Sie einen Preisrahmen fest

Die Stiftung Warentest rät: Legen Sie vor dem Black Friday fest, wie viel Geld Sie maximal ausgeben wollen. Orientierungshilfe kann beispielsweise die Webseite der Stiftung Warentest test.de bieten: Für viele getestete Produkte ist dort der mittlere Preis und das aktuell günstigste Angebot ersichtlich.

Tipp 3: Nutzen Sie Preissuchmaschinen und Preisradar

Preisvergleichsportale verschaffen einen Überblick über die Flut an Angeboten. Wer langfristig plant, kann sich bei einem der Anbieter ein Preisradar einrichten. Sie werden dann benachrichtigt, sobald das Produkt den gewünschten Preis erreicht hat oder unterbietet. Auf dem Portal idealo.de beispielsweise nennt sich dieser Service Preiswecker. Hier können Sie auch die Preisentwicklung über einen längeren Zeitraum verfolgen und sehen ganz klar, ob Ihr vermeintliches Schnäppchen wirklich günstig ist oder ob das Produkt in der Vergangenheit schon einmal günstiger zu haben war. Ein anderes empfehlenswertes Tool speziell für auf Amazon verkaufte Produkte nennt sich camelcamelcamel. Auch hier können Sie ein Preisrader einrichten und sich den Preisverlauf anzeigen lassen.

Tipp 4: Checken Sie den Shop, in dem Sie bestellen

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor Betrügern, die an Schnäppchentagen wie dem Black Friday ihr Unwesen im Netz treiben, berichten die Tester. "Bevor Sie bestellen, raten wir, den Shop unter die Lupe zu nehmen: Suchen Sie etwa nach Nutzerrezensionen und einem Impressum. Und zahlen Sie bei Händlern, die Sie nicht kennen, nicht per Vorkasse - das Betrugsrisiko ist hoch."

Tipp 5: Entspannen Sie sich

Lassen Sie sich nicht stressen, rät die Stiftung Warentest: von Countdowns oder Websites, die rapide abnehmende Bestände anzeigen. Zeitdruck sei eine für die Händler enorm wirksame Marketingmaßnahme. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! "Entscheiden Sie im Zweifel gegen das Schnäppchen. Das nächste Angebot kommt bestimmt", so die Stiftung Warentest.

Schnäppchen-Check: Lohnt sich der Black Friday?

Lohnt sich der Black Friday überhaupt? Während eine Umfrage von inFranken.de zeigt, dass knapp die Hälfte der Befragten genervt ist vom Schnäppchen-Trubel, ist die Mehrheit der Teilnehmer begeistert von den Black-Friday-Schnäppchen und glaubt, dass man im Rahmen des Black Friday auch in Deutschland viel Geld sparen kann (die Umfrage finden Sie am Ende des Artikels).

Jetzt neu: Schnäppchen-Newsletter per E-Mail abonnieren

Black Friday in Deutschland: Kann man hier wirklich Geld sparen?

Die große Frage lautet: Lohnt sich der Black Friday eigentlich wirklich? Kann man mit den Angeboten der deutschen und internationalen Händler während der Cyber Monday Week (25.11. bis 02.12.) richtig Geld sparen - oder ist das Ganze Schnäppchen-Bohei nur Augenwischerei? Nichts als Abzocke, eine miese Trickserei mit Preisen, die vor der Aktion klammheimlich erhöht werden, um dann "deutlich gesenkt" werden zu können? Und ist das Vorgehen von Amazon eigentlich rechtlich einwandfrei, als Vergleichswert zum Schnäppchenpreis die meist veraltete unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers heranzuziehen, anstatt des aktuellen Preises, der oft viel niedriger ist? Kann man sich vor solchen Tricks schützen, indem man beispielsweise selbst Preise vergleicht?

Sind das echte Schnäppchen? Preise vergleichen!

Ob es sich bei einem Angebot zum Black Friday in Deutschland um ein echtes Schnäppchen oder ein faules Ei handelt, können die Kunden in Zeiten des Internets glücklicherweise selbst herausfinden: Die Preissuchmaschine Idealo.de* liefert auf Knopfdruck die günstigsten Preise für jedes Produkt. Auch den Preisverlauf kann man sich hier anschauen. Und Preise zu vergleichen lohnt sich: So sehen Nutzer in Sekundenschnelle, ob ihr vermeintliches Schnäppchen hält, was der Anbieter verspricht.

Jetzt den Schnäppchen-Check machen: Preise vergleichen mit Idealo.de

Black-Friday-Umfrage: Drei Viertel der Deutschen wollen Schnäppchen jagen

Nach einer Umfrage der zur Unternehmensberatung McKinsey gehörenden Analysefirma Persicope wollen in diesem Jahr drei Viertel der Bundesbürger am Black Friday in Deutschland auf die Suche nach Schnäppchen gehen. "Wir beobachten am Black Friday zwei unterschiedliche Kundentypen. Es gibt die Schnäppchenjäger, die sich vom Angebot überraschen lassen und einen guten Deal suchen. Und es gibt die Smart Shopper, die schon seit längerem einen bestimmten Einkauf planen und auf die Black-Friday-Woche warten, um das Gewünschte vielleicht günstiger einkaufen zu können", weiß der Co-Chef des Online-Möbelhändlers Home24, Marc Appelhoff.

Wie viel profitieren die Kunden vom Black Friday?

Wie sehr der Kunde allerdings wirklich von den Aktionstagen profitiert, ist umstritten. Das Vergleichsportal Idealo.de* kam bei Stichproben zu dem Ergebnis, dass von 500 untersuchten Produkten am Black Friday 2017 tatsächlich immerhin 381 etwas weniger kosteten als noch im Vormonat. Große Preissprünge waren demnach aber eher die Ausnahmen. Die Verbraucherzentrale rät den Verbrauchern, bei der Schnäppchenjagd auf jeden Fall einen kühlen Kopf zu bewahren. Preisvergleiche in Suchmaschinen könnten sich mehr lohnen* als die Sonderangebote am Aktionstag.

Black Friday eröffnet das Weihnachtsgeschäft

Die Cyber Monday Week inklusive Black Friday (29.11.) und Cyber Monday (02.12.) läutet mehr oder weniger offiziell das alljährliche Weihnachtsgeschäft ein. Einer der Vorreiter bei dieser Entwicklung ist der US-Internetgigant Amazon. Doch ist er nicht allein: Media Markt* wird wieder pünktlich zum Red Friday* laden, Händler wie Zalando* machen natürlich auch mit, sogaer Discounter wie Aldi und Lidl* sind dabei. Der Black Friday hat sich auch in Deutschland längst zum Großereignis etabliert.

Black Friday und Cyber Monday: Wichtig für den Handel

"Aktionstage wie der Black Friday oder der Cyber Monday werden immer wichtiger für den Handel. Wir haben gesättigte Märkte in Deutschland. Da braucht man solche Anlässe, damit die Leute mehr kaufen", ist der Marketingexperte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU überzeugt.

Doch ist die frühe Schnäppchenjagd nicht unumstritten. "Schon zu Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäfts mit Preisnachlässen um sich zu werfen, macht eigentlich keinen Sinn. Die Rabatte sollten erst am Ende der Saison kommen", urteilt Branchenkenner Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein. Die Händler hätten allerdings kaum eine Wahl, glaubt Kai Hudetz vom Institut für Handelsforschung (IFH) in Köln: "Wer nicht mitmacht, muss befürchten, am Ende auf seinen Waren sitzenzubleiben."

Black Friday bei Media Markt: Das ging nach Hinten los

Dass das Rotstift-Spektakel schnell nach hinten losgehen kann, erlebte vor zwei Jahren Deutschlands größter Elektronikhändler Ceconomy (Media Markt, Saturn). Einerseits war der Black Friday 2017 der umsatzstärkste Tag in der Geschichte des Unternehmens. Andererseits musste Ceconomy dafür einen hohen Preis zahlen: Denn die vorgezogenen Käufe sorgten dafür, dass das Geschäft im Dezember schlechter lief als erwartet und sich neue Geräte in den Filialen und Lagern stapelten. Am Ende machte der Elektronikhändler im Weihnachtsgeschäft deutlich weniger Gewinn als im Vorjahr.

Jetzt neu: Schnäppchen-Newsletter per E-Mail abonnieren und sparen


*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis.

von Rupert Mattgey/mit dpa

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren