Mülheim an der Ruhr
Nachhaltigkeit

Aldi will, dass wir mehr Wasser trinken: Facebook-Post sorgt für Shitstorm

Mehr Wasser trinken im neuen Jahr. Mit einem Facebook-Post zu diesem Vorsatz erntete der Discounter Aldi Süd einen ordentlichen Shitstorm. Was die Kunden dabei besonders nervt:
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Viele Kunden finden das Angebot von Aldi nicht umweltfreundlich genug. Symbolfoto: Christopher Schulz
Viele Kunden finden das Angebot von Aldi nicht umweltfreundlich genug. Symbolfoto: Christopher Schulz

Sich ausgewogen ernähren, regelmäßig Sport treiben, viel Wasser trinken - das sind stets beliebte Neujahrsvorsätze. Dass Aldi Süd letzteren zu Werbezwecken nutzen wollte, ging allerdings ziemlich nach hinten los.

Am Dienstag (7. Januar 2020) schrieb der Discounter auf Facebook: "Ihr habt euch vorgenommen dieses Jahr mehr Wasser zu trinken? Stellt euch bei der Arbeit z.B. einfach eine Flasche rieser URWASSER auf den Schreibtisch - so trinkt ihr automatisch mehr". Damit bewarb Aldi ein angeblich Jahrtausende altes Wasser in Bio-Qualität, das in einer Flasche aus hundert Prozent recyceltem PET verkauft wird.

Aldi-Post zum Urwasser sorgt für Kritik: Ein Shitstorm im Wasserglas

Prompt rief der Beitrag nachhaltige Kunden auf den Plan. Innerhalb eines Tages kritisierten diverse Facebook-Nutzer den Discounter in Sachen Umweltfreundlichkeit. Tatsächlich bietet Aldi Getränke größtenteils in Plastikbehältnissen oder Dosen, nicht aber in Glasflaschen an. Genau die wünschen sich aber die Kunden. Wasser aus PET-Flaschen schmecke billig, sei gerade gut genug zum Blumengießen, schrieben die User außerdem.

Umweltfreundlichkeit schon früher bemängelt

Obwohl sich Aldi Süd schon länger für das Wohl der Umwelt stark macht, stand der Discounter bereits zum Jahreswechsel in der Kritik: Im Gegensatz zu anderen Betrieben verzichtete Aldi nicht auf den Verkauf von Silvester-Feuerwerk. Ein Widerspruch in sich. Ob das (Getränke-)Sortiment nach dieser erneuten Schelte nachhaltiger wird?

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