Hundelshausen
Aussichtspunkt

Aussichtsturm Zabelstein: Einmaliger Panoramablick über den Steigerwald

Du hast Lust, die fränkische Natur einmal aus der Vogelperspektive zu betrachten? Der neue Aussichtsturm auf dem Zabelstein ermöglicht dir einen einmaligen Rundblick - über den Steigerwald und die Fränkische Schweiz bis zur Rhön. Wir verraten, was du vor deinem Besuch wissen solltest.
Ein markantes Ausflugsziel im Steigerwald: Der Aussichtsturm Zabelstein bietet einen beeindruckenden Panoramablick über die fränkische Natur.
Ein markantes Ausflugsziel im Steigerwald: Der Aussichtsturm Zabelstein bietet einen beeindruckenden Panoramablick über die fränkische Natur. Foto: Landratsamt Schweinfurt/Anand Anders
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  • So sieht der neue Zabelstein-Turm aus
  • Der Neubau des Ausflugsziels im Überblick
  • Die wichtigsten Infos für deinen Besuch
  • Burgruine und Erlebnispfad: Das kannst du außerdem entdecken

Der Zabelstein ist mit circa 483 Metern die höchste Erhebung des nördlichen Steigerwalds. Sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen aus nah und fern ist er ein beliebtes Ausflugsziel im südlichen Landkreis Schweinfurt. Einen ersten Aussichtsturm gab es hier bereits im Jahr 1956, zwei weitere Bauwerke lösten diesen über die Jahre ab. Nachdem auch der Letzte aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste, können Wandernde inzwischen wieder einen tollen Blick über die fränkische Natur genießen. An gleicher Stelle wie zuvor wurde ein neuer Aussichtsturm in Holz-Stahlbauweise errichtet - optisch ein wahrer Hingucker!

So sieht der neue Zabelstein-Turm aus

Mit einer Gesamthöhe von rund 19,5 Metern bildet ein regelmäßiges Sechseck den Grundriss des beliebten Ausflugsziels. Durch sechs Außenstützen in Brettschichtholz weist der Aussichtsturm eine außergewöhnlich gebogene Form auf. Für die horizontalen Querträger zwischen den Stützen sowie die Aussteifungsdiagonalen wurden schlanke Stahlquerschnitte verwendet. Zudem ist die integrierte Treppenanlage aus korrosionsgeschütztem Stahl gebaut und kann so auch hohen Belastungen standhalten.

Ab einer Höhe von 11,25 Metern sind die Holzstützen des Bauwerks nach außen gebogen, sodass sich das Sechseck bis auf eine Seitenlänge von etwa vier Metern aufweitet. Dadurch entsteht die notwendige Fläche für die Aussichtsplattform. Hier können Besucher eine wunderbare Fernsicht in das Steigerwaldvorland bestaunen. Bei klarem Wetter reicht der Blick sogar bis in das Maintal, die Haßberge und die Rhön.

Der Neubau des Ausflugsziels im Überblick

  • Ende 2017/Anfang 2018: Sperrung des Turms, Entscheidung zwischen Neubau oder Sanierung 
  • bis Mitte 2018: Prüfung der Zuwendungsvoraussetzungen, Ausschreibung und Beauftragung der Planungsleistung, Ausschreibung und Beauftragung von Gutachterleistungen, Ausarbeitung eines Vorentwurfs ähnlich dem Lörmecke-Turm 
  • bis Ende 2018/Anfang 2019: Ablehnung des Vorentwurfs ähnlich dem Lörmecke-Turm aus Kostengründen, Ausarbeitung von Vorentwürfen für kostengünstigere Türme 
  • bis Mitte 2019: Ausarbeitung des Entwurfs für den Turm in der heutigen Form, Ausarbeitung von Planunterlagen und einer detaillierten Kostenberechnung für den Turm in der heutigen Form, Abbau des Vorgängerturms 
  • bis Ende 2019/Anfang 2020: Eingang des Baugenehmigungsbescheids und des Inaussichtstellungsbescheids, Prüfung der Detailstatik durch LGA, Kontaktaufnahme mit bauausführenden Firmen 
  • bis Mitte 2020: Ausschreibung und Beauftragung der Bauleistungen, Beginn der Werkplanung und der Vorfertigung der Bauteile 
  • bis Ende 2020: Wegeertüchtigung, Montage des Turms vor Ort 

Zum Jahreswechsel 2017/2018 wurde der Vorgängerturm aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt. Eine Überprüfung der Statik durch externe Fachleute hatte gezeigt, dass der Turm erhebliche Mängel aufwies. Weitere Untersuchungen verdeutlichten, dass bei einer Sanierung Kosten und Nutzen in keinem vertretbaren Verhältnis gestanden hätten. Aus diesem Grund fiel die Entscheidung auf den Neubau des Turms.

Der erste Vorentwurf für ein neues Objekt ähnlich dem Lörmecke-Turm (ein Aussichtsturm im Naturpark Arnsberger Wald, Sauerland) lag bereits Mitte 2018 vor. Von dieser Planung waren zunächst alle begeistert. Problematisch gestalteten sich allerdings die Kosten. Diese wurden deutlich höher geschätzt als ursprünglich angenommen.

Suche nach kostengünstiger Variante

In den Folgemonaten wurden Vorentwürfe für kostengünstigere Türme ausgearbeitet. Im Februar 2019 hatten die Mitglieder des Kreisausschusses des Landkreises Schweinfurt dann mehrheitlich für den Neubau des Turms nach dem Entwurf der jetzigen Bauweise gestimmt und weiterhin präzisiert. Zudem wurde der Vorgängerturm von rund 30 ehrenamtlichen Mitgliedern des THW Gerolzhofen Stück für Stück zurückgebaut. Ende 2019 lag sowohl der Baugenehmigungsbescheid als auch der Inaussichtstellungsbescheid von der Regierung von Unterfranken vor. Dem Bau der neuen Aussichtsplattform stand somit nichts mehr im Weg!

Die wichtigsten Informationen für deinen Zabelstein-Besuch

Der Aussichtsturm auf dem Zabelstein hat keine bestimmten Öffnungszeiten, sondern ist in der Regel jederzeit zugänglich. Er ist leicht zu besteigen und eignet sich demnach auch als ideales Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Anreisen kannst du ganz bequem mit deinem Pkw. Parkmöglichkeiten gibt es an einem direkt angeschlossenen Wanderparkplatz, dem Zabelsteinparplatz in Hundelshausen.

Burgruine und Erlebnispfad: Das kannst du außerdem entdecken

Neben dem Aussichtsturm kannst du am nördlichen Rand des Zabelsteins noch die Ruine der ehemaligen, gleichnamigen Burg besichtigen. Zusätzlich befinden sich dort die Reste einer früheren Siedlung. Ursprünglich galt die Burg auf dem Zabelstein als eine der bedeutendsten Festungsanlagen des Hochstifts Würzburg. Vor allem in Krisenzeiten wurden hier Schätze des Bischofs sowie wertvolle Urkunden in Sicherheit aufbewahrt. Seit sie Überlieferungen nach im Jahr 1689 jedoch von einer einsamen Burgfrau angezündet wurde, sind nur noch wenige Überreste des Bauwerks vorhanden.

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In unmittelbarer Nähe zur Ruine befindet sich ein Biotop- und Erlebnispfad. Auf knapp zwei Kilometern kommen hier alle wanderfreudigen Besucher des Zabelsteins voll auf ihre Kosten! Der Rundweg startet am Wanderparkplatz und führt Groß und Klein - ab etwa 6 Jahren - einmal um das Burggelände herum.

An insgesamt zwölf Stationen werden interessante Informationen über die Buchenmischwälder des Steigerwaldes sowie seine tierischen Bewohner erläutert. Du möchtest inmitten des Steigerwaldes auch etwas Ruhe genießen und dir einen kurzen Moment der Auszeit gönnen? Mehrere Liegen laden während dem Walderlebnispfad zu entschleunigender Entspannung ein!

Auch interessant: Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel im Steigerwald ist der Baumwipfelpfad bei Ebrach im Landkreis Bamberg. Wir verraten dir, warum du einen Besuch im "Himmel über Franken" nicht verpassen solltest!

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