Beschilderungen an Wanderwegen sind aufmerksamen Spaziergängern und Wanderern durchaus bekannt. Sie sind meistens an Weggabelungen oder Kreuzungen angebracht und sollen dir dabei helfen, die Orientierung zu behalten. Auch an Strecken, die sich scheinbar endlos ziehen, lassen sich vereinzelte Kennzeichnungen finden. Diese zeigen dir, dass du dich nach wie vor auf dem richtigen Weg befindest. Die kleinen Tafeln weisen jedoch verschiedene Farben und Zeichen auf, die Wanderer schnell verwirren können. Damit du im Schilderwald nicht den Überblick verlierst, haben wir die wichtigsten Bedeutungen für dich zusammengefasst.

Wanderweg-Schilder: Diese Symbole solltest du kennen

Ob Punkte, Balken oder Striche - an Deutschlands Wanderstrecken und Waldpfaden befinden sich unterschiedlichste Beschilderungen. Denn: Derzeit gibt es hier noch keine bundesweite Regelung. So weisen einige Holzpfeile sogar Ziele und Kilometerangaben auf, andere lediglich unterschiedliche Farbgebungen oder Zeichen. Dies kann je nach Region sowie Wanderverein variieren. Für gewöhnlich findest du sie jedoch in einem Abstand von rund 200 Metern an Bäumen, Pfosten oder Felsen. Damit du die Beschilderungen leicht entdecken kannst, sind diese meist in einer Höhe von etwa zwei Metern angebracht.

  • Gelbe Raute oder Dreieck: In den meisten Regionen werden Wanderwege auf diese Art und Weise gekennzeichnet. Ob eine Spitze oder gerade Fläche der Raute nach unten zeigt, hat dabei keine Bedeutung.
  • Diagonaler Balken: Dieser zeigt an, dass sich auf deiner Route ein Lehrpfad befindet. Hier findest du in der Regel einige Tafeln oder Schaubilder mit allerlei wissenswerten Informationen zu einem bestimmten Thema.
  • Farbiger Balken auf weißem Hintergrund: Das ist die gängigste Kennzeichnung für einen Streckenweg. Die Besonderheit: Start- und Endpunkt des Wanderwegs unterscheiden sich. 
  • Farbiger Kreis auf weißem Hintergrund: Dieses Symbol wird je nach Wanderregion unterschiedlich eingesetzt. Es weist entweder auf einen nahegelegenen Aussichtspunkt oder einen Rundweg hin.

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Aufgrund der teils regionalen Bedeutungsunterschiede einzelner Wanderweg-Beschilderungen, solltest du dich vor einer Wanderung zunächst über die vorherrschenden Regelungen in deinem Gebiet informieren. So vermeidest du Unsicherheiten und kannst hoffentlich verhindern, dich auf deiner Route zu verlaufen. Außerdem ist es empfehlenswert, dich im Vorfeld genau über die Dauer, Steigung und Anforderungen der Strecke zu informieren. Dadurch kannst du deine Ausrüstung gegebenenfalls anpassen und einen Wanderweg wählen, der deinen Vorstellungen sowie deinem Können gleichermaßen entspricht.

Das bedeuten die Farben der Wanderschilder

Grundsätzlich zeigen die einzelnen Farbmarkierungen der Beschilderungen an, welchen Schwierigkeitsgrad die Wanderroute besitzt. Doch auch hier gibt es regionale Unterschiede, insbesondere zwischen deutschen und österreichischen Strecken. Gelb-weiße Wanderschilder stehen in Österreich für einfache Streckenabschnitte, die auch für Familien und Kinder unkompliziert begehbar sind. Rote Markierungen weisen auf unbefestigte, schmale Wege hin - blaue hingegen auf äußerst anspruchsvolle Wanderrouten, die nur erfahrene Wander-Profis mit entsprechender Ausrüstung bestreiten sollten.

In Deutschland haben die farbigen Kennzeichnungen gemäß dem Deutschen Alpenverein (DAV) hingegen ganz andere Bedeutungen. Hier gilt insbesondere: 

  • Blau: Einfache Wanderwege oder Spazierstrecken sind in Deutschland mit blauen Farbmarkierungen gekennzeichnet. Hier benötigst du in der Regel keine besondere Ausrüstung. 
  • Rot: Bei roten Streckenmarkierungen solltest du bereits etwas Wandererfahrung haben. Denn diese stehen für mittelschwere, anspruchsvollere Routen. Sie sind oft schmal und steil oder von abfallenden Passagen umgeben.
  • Schwarz: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind bei schwarzen Streckenabschnitten das A und O. Auf diesen Bergpfaden sind oft steile Kletterpassagen integriert, die auch den Einsatz der Hände erfordern können. Auf die richtige Ausrüstung solltest du hier keinesfalls verzichten.

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Vorsicht, Verwechslungsgefahr: So erkennst du Zeichen der Forstwirtschaft

Neben den unterschiedlichen Schildern der Wanderwege findest du im Wald auch eine Gruppe weiterer Kennzeichnungen, die du nicht verwechseln solltest. Denn diese gelten nur für die Forstwirtschaft. Ihre Striche, Punkte, Pfeile oder Zahlen geben Auskunft über die jeweilige Bepflanzung und geplanten Forstarbeiten. So bedeutet ein grünes "Bu" mit Pfeilen nach rechts und links, dass hier eine Buche gepflanzt werden soll. Ein buntes Bändchen oder Farbtupfer weist wiederum darauf hin, dass der entsprechende Baum gefällt wird. Weitere Beschilderungen kennzeichnen etwa den nächsten Hochsitz, Biotopbäume, einen Jagdtrakt oder Bestands-, Abteilungs- und Besitzgrenzen.