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Neuhaus
Wandern in Neuhaus

Fische und Teiche des Aischgrunds kennenlernen: Der Lehrpfad in Neuhaus

Im mittelfränkischen Neuhaus gibt es einen Lehrpfad rund um die Fischerei, Karpfen und Gewässer. Hier kann man einen schönen Spaziergang machen und die Ruhe genießen.
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Im Fischerhäuschen in Neuhaus befindet sich eine Ausstellung über Fischerei und die Jagd.    Foto: Theresa Schiffl
Im Fischerhäuschen in Neuhaus befindet sich eine Ausstellung über Fischerei und die Jagd. Foto: Theresa Schiffl
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  • Lehrpfad in Neuhaus: Durch eines der bekanntesten Teichgebiete in Deutschland
  • Streckenlänge: ca. 2 Kilometer
  • Dauer: je nach Belieben

Der Aischgrund im Landkreis Erlangen-Höchstadt ist eines der bekanntesten Teichgebiete Deutschlands. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es auch spezielle Naturlehrpfade und Museen rund um die Fischerei gibt. Ungefähr 1200 Teichwirte pflegen 7185 Teiche mit einer Fläche von 3000 Hektar im "Karpfenland".

Museum im alten Fischerhäuschen

In Neuhaus legten die Kreisjägerschaft und Fischervereine zwei Naturlehrpfade und ein Museum im alten Fischerhäuschen an. Im Fischerhäuschen am Ortseingang von Neuhaus befindet sich ein kleines Museum zum Thema Fischerei und Jagd. Im Erdgeschoss gibt es eine Ausstellung zu den Lebensräumen Fließgewässer und Teich sowie Präparate und Fotografien, die über die Fischerei informieren.

Der Treppenaufgang zum Obergeschoss zeigt verschiedene Jagdhunderassen. Auf der zweiten Ebene können die Ausrüstung von Jägern sowie Fotos und Präparate zu Wildtieren besichtigt werden.

  • Öffnungszeiten: 5. Mai - 27. Oktober, jeden Sonntag von 13 - 17 Uhr, 
  • Eintritt: kostenlos;
  • Kontakt: Gerhard Zender: 0173/8485442, Anette Amtmann: 0176/87276022.

Zwei Kilometer langer Fischerei-Lehrpfad

Der Fischerei-Lehrpfad ist ungefähr zwei Kilometer lang.

Er führt um den großen Torweiher zum Angerweiher und schließlich in einem Rundweg zum Wasserschloss. Empfehlenswert ist es, sich ein Fernglas und einen Naturführer mitzunehmen, da sich rund um die Weiher eine Vielzahl an Tieren finden lässt. Die Stiftung Warentest hat Wanderstiefel unter die Lupe genommen und verglichen. Das Ergebnis überrascht – wir stellen Ihnen die Testsieger vor.

Verlandungszone wichtig für Naturschutz

Um die Teiche herum bilden sich im Laufe der Zeit oft Verlandungszonen. Diese weisen eine typische Abfolge von unterschiedlichen Pflanzengemeinschaften auf, die eine besondere Bedeutung für den Naturschutz haben. Dort sind Vogelarten, die sich ihr Nest im Schilf bauen, seltene Pflanzenarten wie Frühlingsenzian, Libellen und Amphibien wie Frösche zu Hause.

Gerade Vögel wie Enten, Zwergdommeln und Drosselrohrsänger oder Haubentaucher lassen sich gut beobachten. Im Wasser, das langsam immer tiefer wird, finden sich neben heimischen Fischen wie dem Karpfen auch seltene Kleinfische wie Moderlieschen, Bitterlinge oder Schlammpeitzger. Obwohl die Ruhe um die Weiher herum überwiegt, kann es auch an manchen Stellen etwas lauter werden: Besonders während der Paarungszeit der Moorfrösche ist deren Gequake sehr laut.

Am Ende der Runde kommt man noch am Wasserschloss vorbei. Aufgrund der Buckelquader im Abschnitt des Turms wird vermutet, dass dieses zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert gebaut wurde. Das Schloss wurde neben den umliegenden Weihern auch durch ein System von drei Gräben geschützt.

Etwas länger ist der Forst- und Naturlehrpfad mit drei Kilometern. Auf dieser kleinen Tour erfährt man an Informationstafeln alles zur heimischen, wildlebenden Tierwelt und deren Lebensraum. Dazu gehören Informationen zum Wald und der Bewirtschaftung sowie den Bäumen, aber auch über Wildschweine und Vögel. Hier gibt es noch viel mehr Infos zum Thema Wandern in Franken.

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