• Fahrradfahren und Aktivreisen in Deutschland liegen auch in diesem Jahr sehr im Trend
  • Eine gute Vorbereitung und Planung im Vorfeld des Travel-Equipment sorgt für selbstständiges und spontanes Reiseabenteuer 
  • 10 Ausflugstipps und spannende Zwischenstopps auf der Fahrradreise von Bamberg nach Berlin gibt es hier 

Auch in diesem Jahr zeigt sich der Trend, dass Reisen innerhalb Deutschlands coronabedingt angesagt ist. Daher schmiedeten meine Freundin und ich unser eigenes kleines Abenteuer, in dem wir, mit dem Ziel von Bamberg nach Berlin zu fahren, eine 4-wöchige Fahrradreise durch Deutschland planten. Dies bedarf einer umfassenden Vorbereitung, zwecks Check-up fürs Fahrrad, Ausrüstung und Routenplanung. Alle wesentlichen Tipps rund um den Aktiv-Urlaub mit dem Fahrrad kannst du hier nachlesen. 

Selbstbestimmtes Reisen sorgt für Abwechslung und Abenteuerfreude

Bei unserem Fahrrad-Abenteuer war das Ziel, weitestgehend autark zu reisen. Dies bedeutet, sich kurzfristig Schlafplätze zu suchen, Essensvorräte einzuplanen und allgemein ein umfassendes Camping-Equipment parat zu haben. Da meine Freundin und ich sehr oft Radfahren, bereitete uns das Radeln an sich wenig Probleme - auch ohne E-Bike Motor. Auf der Reise nach Berlin wollten wir uns jedoch weitestgehend frei und spontan bewegen, weshalb wir im Vorfeld keine festen Zwischenhalte geplant haben. Daher waren Überraschungen ständig vorprogrammiert. Die schönsten und überraschendsten Zwischenstopps der Reise findest du hier. Ein treuer Begleiter während der Radreise war die ValkOne 3in1-Fahrradtasche. Was mir an ihr so gut gefällt, lest ihr in meinem Erfahrungsbericht.

#1: Das Feld der Ehre – Gelände des Klangtherapie-Festivals 

Die Fränkische Schweiz begeistert nicht nur mit imposanten Ausblicken auf die Region – sie fordert Radfahrende auch mit knackigen Serpentinen und Anstiegen heraus. Da das Radwegenetz jedoch weitestgehend gut ausgebaut ist, konnten wir uns das Feld der Ehre bei Plankenfels problemlos anschauen. 

Wir stellten einmal mehr fest, dass die subkulturelle Musikszene coronabedingt leidet. Auch das jährlich stattfindende Klangtherapie-Festival, welches zu den größten Elektromusik-Festivals Franken gehört, musste erneut verschoben werden, sodass die fest installierten Bühnen, Skulpturen und Baumhäuser nur erahnen ließen, was für ein kunterbuntes Feiern hier jährlich passiert.  

#2: Eine Nacht im evangelischen Gemeindehaus Münchberg

Ein Tag, welcher ununterbrochen vom Regen geprägt war, endete für uns mit einer unglücklichen Suche nach einer Unterkunft in Münchberg. Vergebens klapperten wir Hotels, Pensionen und Unterkünfte ab. Einem wirklich glücklichen Umstand verdankten wir eine Nacht im evangelischen Gemeindehaus Münchberg, da uns eine Mitarbeiterin der Kirche wärmstens empfing und uns schließlich im Gemeindehaus der Stadt Münchberg Obdach bot. 

Das Gemeindehaus ist ein Ort der Begegnung und bietet Reisenden, die am Pilgern sind, eine Unterkunft zum Schlafen. Neben verschiedenen Kursen und Aktivitäten können Jugendliche und junge Erwachsene das Haus auch für Freizeitaktivitäten nutzen. Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Hauses gibt es hier.

#3: Knotenpunkt für Rad- und Wanderwege: Die Talsperre Pirk 

Die Talsperre Pirk im Süden von Sachsen bildet ein Erholungsgebiet für Wander- und Fahrradfreunde. Hier kreuzen verschiedene Rad- und Fernwanderwege – wie auch der Elster-Radweg, auf dem wir uns befanden. Aber auch Reisende des Europäischen Fernwanderweg Eisenach – Budapest können auf dem dortigen Campingplatz nächtigen. 

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Der Campingplatz Pirk ist vergleichsweise preiswert und verfügt über moderate Sanitäranlagen, Imbissmöglichkeiten und einen großen Badestrand. Die sächsische Talsperre ermöglicht zudem das Surfen, Segeln und Bootsfahren. Hier findest du nähere Informationen zum Campingplatz Pirk. 

#4: Wünschendorf / Elster - Geschichte zum Anfassen 

Die Entscheidung, entlang des Elster-Radweges Richtung Berlin zu fahren, erwies sich als sehr angenehm. Ein weitestgehend gut ausgebautes Wegenetz führte uns nach Wünschendorf im thüringischen Landkreis Greiz. Das Dorf besticht mit einer imposanten Geschichte und lockt Besucher aus Nah und Fern mit historischen Bauwerken und einer beeindruckenden Flusslandschaft an. 

Zu den imposantesten Sehenswürdigkeiten zählen die 1000-jährige Pfarrkirche St. Veit, die 1786 erbaute 71 Meter lange Holzbrücke oder der Märchenwald, welcher unter anderem die historische Entwicklung der Mühlen-Kultur thematisiert.  

#5: Die Downtown Bar in Gera

Die Bierkultur hat in Franken eine prägende Tradition. Das Downtown in Gera ist eine Bar in Gera, welche Gäste eine unfassbar große Auswahl an Bieren, Whiskeys, Rum und Gin anbietet. Der Betreiber sorgt mit dem Downtown für eine der letzten Szenekneipen der Region. In der Getränkekarte finden sich über 200 Rumsorten über 700 Whiskeysorten wieder.

Hinzu kommen über 100 verschiedene Biere aus aller Welt, was Gäste aus Nah und Fern anlockt. In dem rustikal und stilvoll eingerichteten Lokal gibt es findet jeder das richtige Getränk. 

#6: Leipzig - florierende Kunst- und Kulturszene 

Angesichts der florierenden Kunst- und Kulturszene, des fantastischen veganen Essens und seinem Ruf als wahre Heimat des Techno kann man leicht nachvollziehen, warum selbst Berliner für einen Städtetrip nach Leipzig strömen. Da meine Freundin und ich selbst bedauern, dass die Musik- und Kulturszene seit Corona vernachlässigt wird, freuten wir uns umso mehr über eine 12- stündige Musik-Demonstration, bei der wir zufällig beiwohnen durften. Das Ziel der Demo war, auf die aktuelle bedrohliche Situation für Clubs, freie Kollektive und kleine Unternehmerinnen und Unternehmer aufmerksam zu machen. Unter dem Motto "DisTanz 2.0" wurde auf fünf verschiedenen Bühnen unterschiedlichste Musikkunst betrieben, zu der Besucher kostenfrei und coronakonform feiern konnten.  

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Abgesehen vom Aspekt des Tanzens und Feierns lohnt eine Reise nach Leipzig vor allem wegen der vielfältigen Museen, wie beispielsweise das Museum der bildenden Künste oder der historischen Bauwerke, wie zum Beispiel das Völkerschlachtdenkmal. Aber auch der Leipziger Zoo, oder die RedBull Arena zählen zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stadt. Eine Übersicht zu den vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten in Leipzig findest du hier

#7: Zur Blütezeit in der Niederlausitzer Heidelandschaft 

Auf unserer Weiterfahrt nach Berlin zog es uns weiter Richtung Nord-Osten, sodass wir die Niederlausitzer Heidelandschaft durchquerten. Neben der Lüneburger Heide zählt sie zu den größten Heidelandschaften unseres Landes. Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft erstreckt sich über ein Gebiet von etwa 484 Quadratkilometern beeindruckt durch eine einzigartige Flora und Fauna.  

Glücklicherweise besuchten wir den Nationalpark zu einer Zeit, in der die Heide zu blühen begann und sich das prächtige Farbspiel am besten beobachten ließ. Auch die seltenen Heidschnucken, welche Schafe sind, die sich von der Heide ernähren, kann man dort gut beobachten. Informationen rund um den Nationalpark Niederlausitzer Heidelandschaft findest du hier.    

#8: Das Besucherbergwerk F60 - ein Gigant der Technik 

Der "liegende Eiffelturm der Lausitz" gewährt spannende Einblicke in die Bergbaugeschichte und erhebende Ausblicke über das Lausitzer Seenland. 11 000 Tonnen schwer, 80 Meter hoch, 200 Meter breit und einen halben Kilometer lang: Im Süden Brandenburgs ruht ein Gigant. Die ehemalige Abraumförderbrücke F60 ist zweifellos das spektakulärste Relikt des Braunkohletagebaus in der Lausitz. Sie ist die größte bewegliche Maschine der Welt. 

Wie Ameisenstraßen wirken die Besuchergruppen mit den grünen Schutzhelmen auf dem Koloss. Bis in eine Höhe von 74 Metern steigt man hinauf und erlebt dabei nicht nur einen faszinierenden Einblick in die Welt des Kohleabbaus, sondern bei klarer Sicht auch einen Ausblick, der weit über die Region bis in die Sächsische Schweiz reicht. Weitere Informationen rund um das Besucherbergwerk F60 gibt es hier. 

#9: Das Biosphärenreservat Spreewald - mit dem Kanu auf Erkundungstour 

Mit 2600 Quadratkilometern zählt das Biosphärenreservat Spreewald zu den beeindruckendsten Zwischenstopps unserer Reise.  Das UNESCO-Schutzgebiet ist eine in Mitteleuropa einmalige Landschaft mit einem 1575 Kilometer langen Netz von natürlichen und künstlichen Wasserläufen der Spree, den typischen Feuchtwiesen, kleinen Äckern und naturnahen Niederungswäldern. Nachdem wir uns am wunderschönen Campingplatz am Ostgraben niedergelassen haben, erkundeten wir die Region größtenteils mit einem gemieteten Kanu auf dem Wasser.

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Die touristischen Zentren der Region gleichen einem Freizeitpark, mit unzähligen Ferienwohnungen, Hotels, gastronomischen Einrichtungen und Freizeiteinrichtungen. Besonders die Region um Lübbenau und das Museumsdorf Lehde laden Gäste ein, sich in die Zeit der spreewaldtypischen Blockbauhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert zurückzuversetzen. Die meisten der Spreewaldhöfe sind nur auf dem Wasserweg oder gerade mal zu Fuß über Stufenbrücken zu erreichen, was uns einmal mehr faszinierte. Um Näheres rund um den Urlaub im Spreewald zu erfahren, lohnt ein Blick auf die Website vom Spreewald-Tourismus

10: Berlin - Kulturelle Vielfalt 

Es lässt sich kaum in Worte fassen, was für ein unfassbar schönes Gefühl es ist, mit dem eigenen Fahrrad entlang der East-Side-Gallery und dem Fernsehturm zu fahren oder das Brandenburger Tor zu durchqueren. Doch Berlin beeindruckt nicht nur durch die historischen Bauwerke und den Spirit der politischen Leitungsebene, welchen man gerade in Berlin-Mitte spürt. Gerade die kulturelle Vielfalt der Menschen, und die multi-kugastronomischen Einrichtungen und Museen hat uns am meisten begeistert.

Besonders das Urban-Nation-Museum lohnt sich meiner Meinung nach für einen Besuch. Das Urban-Nation-Museum für Urban ist das Zentrum für Streetart und Urban Art in Berlin und ein Anlaufpunkt für Kunstinteressierte aus der ganzen Welt. Schon jetzt zeigen Wandgemälde, wie Kunst einen ganzen Kiez verändern kann. Das Museum erzählt, dokumentiert und sammelt die Kunst, die auf der Straße geboren wird und ihren Ursprung nie verleugnet, sondern integriert.

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In Berlin fand unsere insgesamt knapp 800 Kilometer lange Tour nach vier Wochen ihr Ende. Diese Art des ungebundenen Reisens auf dem Fahrrad gefiel uns sehr. Gerade das Aktivreisen mit dem eigenen Fahrrad ist gesund für den eigenen Körper und ermöglicht vielfältige Einblicke in Regionen, welche man bei Pauschalreisen nur ansatzweise erlangt. 

Eine Packliste für die Fahrradtour am nächsten Tag zu erstellen, fühlt sich ein bisschen so an, als würde man einen Urlaub planen. Kein Wunder - man muss ja auch ganz schön viel mitnehmen. Damit du beim nächsten Mal nichts Wichtiges vergisst, zeigen wir hier, was du für einen gelungenen Fahrradausflug alles brauchst - und schöne Routen durch Franken.

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