Franken
Sehenswerte Bauwerke

Turmhoch, historisch oder modern: 10 beeindruckende Bauwerke in Franken

Prächtige Schlösser, Gebäude in modernem Design oder Bauten, die historische mit futuristischen Elementen verbinden - Franken hat architektonisch allerhand zu bieten. inFranken.de hat für Sie 10 beeindruckende und sehenswerte Bauwerke in Franken zusammengefasst.
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Das Schloss Johannisburg in Aschaffenburg zählt zu den schönsten und bedeutendsten Renaissancebauten in Deutschland. Foto: Angeleye1971/ infrankenpix.de
Das Schloss Johannisburg in Aschaffenburg zählt zu den schönsten und bedeutendsten Renaissancebauten in Deutschland. Foto: Angeleye1971/ infrankenpix.de
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Franken ist bekannt für seine historischen Gebäude wie Kirchen, Schlösser und Burgen. Doch auch Gebäude im modernen, futuristischen und außergewöhnlichem Design hat Franken zu bieten.

Wir haben eine Auswahl an interessanten und beeindruckenden Bauwerken in Franken zusammengestellt, die sich für einen Besuch lohnen.

1. Georg-Schäfer-Museum in Schweinfurt - Ein Gebäude in Kubusform

Das Museum wurde vom Berliner Architekten Volker Staab erstellt und ist seit dem Jahr 2000 ein fester Bestandteil der historischen Altstadt von Schweinfurt.

Die Gebäudeform des Museums stellt einen markanten Kubus dar, dessen Außenfassade durch die vielen Einschnitte, Ecken, Kanten und Rampen sowie der einzigartigen Ausgewogenheit von Symmetrien ins Auge sticht. Bei der Gestaltung des Innenbereichs wurde der Fokus auf die Verwendung von natürlichen Baumaterialien (Sichtbeton, Holz) gelegt.

Außerdem beeindruckend: die doppelläufige Treppenanlage im Foyer, die Brücken und die Durchblicke in den Wänden, die die verschiedenen Ebenen miteinander verbinden und neue Perspektiven innerhalb des Museums erlauben.

Öffnungszeiten: Montags geschlossen (außer an Feiertagen), Dienstag von 10 bis 20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro, Kinder (bis 6 Jahre) kostenfrei, Kinder (6 bis 14 Jahre) 1,50 Euro, Familienkarte 9 Euro, Studenten 2,50 Euro, ermäßigt (Schwerbehinderte und Gruppen ab 10 Jahren) 4 Euro

Adresse: Brückenstraße 20, 97421 Schweinfurt

 

2. Richard-Wagner-Festspielhaus in Bayreuth - einmalige Akustik nach dem Vorbild antiker Amphitheater

Jahr für Jahr locken die Bayreuther Festspiele zahlreiche Opernbegeisternde nach Bayreuth. Das Festspielhaus wurde von 1872 bis 1875 vom deutschen Architekten Otto Brückwald nach Entwürfen von Richard Wagner im Baustil der hellenistischen Romantik errichtet.

Was Wagner damals vorschwebte, begeister Musikliebhaber noch heute: ein Festspielhaus mit einmaliger Akustik. Der komplett mit Holz verkleidete Innenraum und die ungepolsterten Sitze sorgen dafür, dass kaum Schall geschluckt wird. Auch durch die Form, die sich an antiken Amphitheatern orientiert und auf Logen an der Seite verzichtet, können sich die Gesang und Musik voll entfalten.

Zur einzigartigen Akustik trägt nicht zuletzt der zwölf Meter tiefe Orchestergraben bei, der die Klänge des Orchesters auf indirektem Weg in den Zuschauerraum trägt.

Öffnungszeiten: Das Festspielhaus ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen und während der Festspieltage

Adresse: Festspielhügel 1-2, 95445 Bayreuth

 

3. Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände - Ein Keil aus Glas und Stahl

Bei dem Dokumentationszentrum handelt es sich um ein 2001 eröffnetes Museum, das im Nordflügel der unvollendet gebliebenen Kongresshalle untergebracht es. Es befasst sich mit den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen der NS-Zeit.

Durch das Gebäude ragt ein 110 Meter langer Gang aus Glas und Stahl und durchbricht damit die Monumentalität und strenge Geometrie der damaligen Bauart. Die Konzeption stammt vom Grazer Architekten Günther Domenig und kontrastiert zeitgenössische Architektur und herrschaftliche Bauweise der Nazizeit.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 6 Euro, Ermäßigte (Schüler, Studenten, Personen zwischen 4 bis 18 Jahren) 1,50 Euro

Adresse: Bayernstraße 110, 90478 Nürnberg

 

4. Neues Kurhaus Bad Alexandersbad - Kubische Formen und offenes Design

Die Architekten von Brückner & Brückner gestalteten das Neue Kurhaus in modernen kubischen Formen und klaren Strukturen. Das im Jahr 2017 eröffnete Gebäude symbolisiert eine Zusammenführung von einzelnen, steinernen Skulpturen. Der grobe Putz der Außenfassade wurde mit Granitsplittern versetzt, die bei Sonnenschein funkeln.

Der Innenbereich des neuen Kurhauses erinnert an ein Felsenlabyrinth mit verborgenen, steinernen Höhlen, durch die man hindurchsehen kann. Große Fenster bieten die Möglichkeit beim Baden die Landschaft des Fichtelgebirges zu beobachten.

Öffnungszeiten: Panoramabad - Montag bis Sonntag 8 bis 22 Uhr, Sauna - Montag bis Sonntag von 10 bis 22 Uhr

Eintrittspreise: Panoramabad ab 4 Euro (1 Stunde), Sauna inklusive Panoramabad ab 12 Euro (1 Stunde)

Adresse: Markgrafenstraße 28, 95680 Bad Alexandersbad

5. Schloss Seehof in Memmelsdorf - Kaskaden und Sandsteinskulpturen

Das Schloss Seehof diente in der Vergangenheit als Sommerresidenz und Jagdschloss für Bamberger Fürstbischöfe und wurde nach Plänen von Antonio Petrini entworfen.

Das Schloss selbst ist im Baustil des Barocks errichtet worden und der um das Schloss angelegte Garten war einst im Rokokostil gestaltet. Die vor dem Schloss befindlichen und wiederhergestellten Kaskaden mit ihren Wasserspielen und erhaltenen Sandsteinskulpturen von Ferdinand Tietz sind Zeitzeugen des Rokokostils und locken jährlich viele Besucher an.

Die Orangerie des Schlosses gehört zu den bedeutendsten Orangeriebauten in Franken.

Öffnungszeiten: Montag ist Ruhetag, von April bis November - Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr

Eintrittspreise: regulär 4 Euro, ermäßigt 3 Euro

Adresse: Schloss Seehof 14, 96117 Memmelsdorf

 

6. Fernmeldeturm in Nürnberg - Das höchste Bauwerk in Bayern

Der Fernmeldeturm in Nürnberg wurde vom Architekten Erwin Heinle gestaltet und von 1977 bis 1980 erbaut. Der Turm ist circa 293 Meter hoch und damit das höchste Bauwerk in Bayern. Nach dem Berliner und Frankfurter Fernsehturm ist er der dritthöchste Fernmeldeturm in ganz Deutschland.

Aufgrund seiner Form hat der Turm den Spitznamen "Nürnberger Ei" bekommen. Ein Drehrestaurant und die Aussichtsplattform wurden Anfang der 1990-er Jahre stillgelegt, sodass der Turm derzeit nur von außen besichtigt werden kann.

Adresse: Hansastraße 7A, 90441 Nürnberg

 

7. St. Lorenz Kirche in Nürnberg - Das Wahrzeichen Nürnbergs

Die St. Lorenz Kirche ist das Wahrzeichen der Stadt Nürnbergs. Die ersten Bauarbeiten der Kirche starteten mit der hochgotischen Basilika im 13. Jahrhundert und wurden mit dem spätgotischen Hallenchor im 15. Jahrhundert beendet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt, konnte aber wieder nach altem Vorbild aufgebaut werden. Heute können in der Kirche bedeutende Kunstwerke Nürnberger Künstler und einer der größten Orgeln der Welt besichtigt werden.

Mit rund 80 Metern ist die Lorenzkirche der höchste Sakralbau Nürnbergs. Die höchste Kirche in Franken ist allerdings die Neubaukirche in Würzburg, die als Aula der Universität genutzt wird.

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch und Freitag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr, Donnerstag von 9 bis 19 Uhr und Sonntags von 10 bis 15:30 Uhr

Adresse: Lorenzer Platz 10, 90402 Nürnberg

 

8. Excelsior Hotel Nürnberg-Fürth - Ein Hotel in einer Glaspyramide

Dieses Hotel sorgt durch seine Pyramidenform schon von weitem für Aufsehen und lockt viele Gäste durch das originellen Glas-Design an. Die Materialien Glas und Stahl stehen hier im Fokus und sind auch tragendende Elemente des Gebäudes. Auch im Innenraum besticht das Hotel mit modernem Design durch Geometrie, Struktur und klaren Linien.

Adresse: Europaallee 1, 90763 Fürth

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9. Schloss Johannisburg in Aschaffenburg - Anlage aus rotem Sandstein

Das Schloss wurde von 1605 bis 1614 vom Straßburger Baumeister Georg Ridinger aus rotem Sandstein erbaut, weshalb es auch umgangssprachlich als Rotes Schloss bezeichnet wird. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine imposante Vierflügelanlage und gehört zu den schönsten und bedeutendsten Renaissancebauten in Deutschland.

Bei einem Besuch des Schlosses kann eine Gemäldegalerie, die Schlosskapelle mit Renaissancealtar, Portalskulpturen von Hans Juncker, eine Korkmodellsammlung antiker Bauten und vieles mehr besichtigt werden.

Öffnungszeiten: Montag ist Ruhetag, April bis Oktober von 9 bis 18 Uhr, Oktober bis März von 10 bis 16 Uhr

Eintrittspreise: regulär 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

Adresse: Schlossplatz 4, 63739 Aschaffenburg

 

10. Residenz Würzburg - von verschiedenen Baustilen inspiriert

Die Residenz Würzburg wurde von 1720 bis 1781 mit kurzen Unterbrechungen innerhalb einer Generation errichtet. Das Konzept des barocken Residenzbau stammt vom damaligen Würzburger Hofarchitekt Balthasar Neumann.

Das Besondere an der Würzburger Residenz ist der Einfluss verschiedener Baustile.

So sieht man heute die Inspirationen des Architekten durch die großen abendländischen Architekturströmungen der damaligen Zeit, die französische Schlossarchitektur und die italienische Palast- und Sakralbauart.

Öffnungszeiten: April bis Oktober von 9 bis 18 Uhr, November bis März von 10 bis 16:30 Uhr

Eintrittspreise: regulär 7,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro

Adresse: Residenzplatz 2, 97070 Würzburg

Diese Liste beinhaltet nur einige Beispiele für sehenswerte, originelle oder außergewöhnliche Bauwerke in Franken. Das Germanische Nationalmuseum oder das Neue Museum, jeweils in Nürnberg, stehen ebenfalls für moderne Architektur in Franken. Wer sich für Kirchen interessiert, darf sich unter anderem den Bamberger Dom und die Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen nicht entgehen lassen.

Bei Schlössern und Burgen hat man in Franken ebenfalls die Qual der Wahl - weitere Besichtigungs-Tipps sind die Veste Coburg, Schloss Ehrenburg in Coburg, das Neue Schloss und das Alte Schloss (inmitten des Hofgartens Eremitage) in Bayreuth, Schloss Weikersheim und die Nürnberger Kaiserburg.

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